Von Dieppe nach Honfleur . .

 

In Dieppe lagen wir einige Tage neben einem Schweizer, der von Strande aus mit seiner Hallberg Rassy 38 die Welt umsegeln will. Reto Huber mit seiner SY NOWORRIES werden wir sicher noch öfter wieder treffen, da wir zumindest ztw. die gleiche Strecke fahren.
Am 10.07. sind wir dann weiter. Wir hatten uns zusätzlich mit dem französischen Wetterbericht ausgerüstet, der die Windwinkel auch in Grad alle 3 Stunden angibt. Bei Start um 5.00 konnten wir für lange Zeit mit mitlaufendem Strom rechnen und natürlich Hoch am Wind segeln. Wie man sich denken kann, war das Vergnügen nur von begrenzter Dauer. Der prognostizierte Winddreher auf südlicher kam nicht, sodaß das Ganze wieder in einer Kreuz endete.
Ab Mittag lief dann die Maschine mit, um den nachlassenden Wind und zunehmenden Gegenstrom zu kompensieren. So erreichten wir LeHavre genau zu Hochwasser um 15.40 Uhr.
Dort stand Reto bereits am Steg, um uns die Leinen abzunehmen.
LeHavre kannten wir vom letzten Jahr, hier ist alles bestenfalls zweckmäßig.
Hier wollten wir nicht länger bleiben.

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Sonnenaufgang. .
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Französische Steilküste mit 4 KKW
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LeHavre, kurze Zeit später kommen Regen u Wind

Da kam uns der Tip von Monika und Jürgen gerade recht, unbedingt einen Abstecher nach Honfleur zu machen. Dieser Ort liegt in der Seinemündung. Da man um ein größeres Flachwassergebiet herumfahren muß, wurden am Ende 18 sm daraus, die wir wenigstens teilweise segeln konnten.
Wir konnten im Alten Hafen, direkt im malerischen Ortskern anlegen. Hier liegt man sehr geschützt durch eine Schleuse und eine Hubbrücke. Der Ort ist noch eine Steigerung zu Dieppe. Manche sagen, er hätte die schönste Altstadt der Normandie.

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Auf Empfehlung des Hafenmeisters machten wir einen Rundgang durch den Ort und über eine steile Zufahrtsstraße zur auf einem Hochplateau gelegenen Kapelle, deren Ursprung aus 1023 stammt und die eine Marienstatue enthält, die von den Fischern und Seeleuten verehrt wird.

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Weiter auf dem Mont Joli hatten wir bald einen eindrucksvollen Blick über die Altstadt von Honfleur und die Brücke Le Pont de Normandie, die einmal die größte Schrägseilbrücke der Welt war. Sie verbindet LeHavre mit Honfleur.

 

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Weiter im Ort beeindruckten die vielen unterschiedlichen Fachwerk- und Schindelhäuser. Diese Mischung aus Fischerdorfatmosphäre und Künstlerflair hatten wir in dieser Form noch nicht gesehen. Bereits im 19. Jahrhundert haben sich die ersten Künstler hier nieder gelassen und es entstand eine Künstlerkolonie die weithin bekannt wurde. Noch heute zeugen eine Vielzahl von Galerien und Ausstellungen von der Schaffenskraft damaliger und heutiger Künstler.

Eine weitere besondere Sehenswürdigkeit ist die Kirche Ste Catherine. Sie wurde nach dem hundertjährigen Krieg aus der Not heraus in Holz gebaut. Zwei parallel gebaute Hauptschiffe und die vielen Schnitzereien zeugen vom Geschick der damaligen Zimmerleute. Ungewöhnlich ist auch der separat im 16. Jahrhundert gebaute Glockenturm, der mit Holzschindeln verkleidet wurde.

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Wir haben auch die Meeresfrüchte der Normandie genossen

Am 14.07. trat Birti dann die Rückreise an. Eine sehr schöne gemeinsame Zeit ging leider zu Ende und es hieß Abschied nehmen. Wir konnten den Trubel des Nationalfeiertags noch etwas genießen und die Weiterfahrt planen. .

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3 Gedanken zu “Von Dieppe nach Honfleur . .

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