Ausflug ins “ very british“

Am 18.7. ging es bei schönstem Segelwetter nach St. Peter Port auf Guernsey. Das Cape de la Hague und das Alderney Race waren wegen des leichten NO Windes leicht und eigentlich unspektakulär zu passieren. Oder waren wir vom letzten Jahr schon so abgeklärt? 😉 Bis zu 6 Knoten mitlaufenden Strom trieben uns in die richtige Richtung.

Strudel im Alderney-Race
Es strudelt ganz ordentlich. .
Endlich segeln in warmer Luft
So ein Wetter kann man nur geniessen . .
Frankreich ade‘

In St. Peter Port wurden wir durch die in Schlauchbooten fahrenden Hafenmeister an einen Warteponton geführt und sie überreichten uns die Immigrationpapers ins Cockpit.

Jetzt hieß es warten, bis der Wasserstand zum Yachthafen hoch genug war, um über das Sill zu fahren. Wir waren am Ponton nicht alleine, im Nu lagen wir mit 7 Schiffen im Päckchen und davon gab es gleich drei.😄

Wir erreichen St Peter Port
Blick vom Innenhafen über das Süll nach draussen. . .

Mit Hochwasser ging es dann ganz professionell in den Hafen. Jedes Päckchen wurde durch die Hafenmeister aufgelöst und die Schiffe fuhren langsam hintereinander über das Sill, dort wurde der Liegeplatz nach Länge und Tiefgang zugeteilt. Bei dieser Aktion waren 5 Hafenmeisterboote beteiligt, alle mit einem Tablet ausgerüstet. Die Jungs chic in schwarzen kurzen Mustoshorts und weißen Hemden gekleidet. Das hatte was!

Wir waren zufrieden wieder hier zu sein. Die englische Sprache zu hören, den Linksverkehr zu erleben, die Menschen, mit ihrer Höflichkeit und dann natürlich das schöne Guernsey.

Endlich richtig große Palmen
In der Stadt. .
Zur britischen Atmosphäre gehören auch Fish and Chips . .

Abends gab es dann auch gleich Fish and Ships.

Die Kanalinseln sind weder ein Teil des Vereinigten Königreiches noch eine Kronkolonie, sondern direkt als Kronbesitz der britischen Krone unterstellt. Beim Beitritt Großbritanniens zur Europäischen Gemeinschaft wurde für die Kanalinseln ein Zusatzprotokoll erstellt. Sie sind demnach nicht Mitglieder der EU.

Guernsey bietet eine hinreißende Landschaft. Die Südküste ist stark zerklüftet, überall verschlafene Dörfer mit alten Cottages, über 2000 Pflanzenarten, aber auch einige schöne Sandstrände findet man hier. Nur 1 Pfund kostet eine Inselrundfahrt mit dem Bus. Steigt man aus, wird beim Weiterfahren wieder 1 Pfund kassiert. Das ist ganz einfach! Die Kanalinseln sind aber kein billiges Vergnügen, Steuerparadies hin oder her.

Vorhafen St Peter Port, in der Mitte der Warteponton

St. Peter Port ist eine quicklebendige Hafenstadt. Bistros, Restaurants und Boutiquen warten auf Besuch und jeden Tag liegt ein anderes Kreuzfahrtschiff vor den Toren der Stadt.

Blick nach SO in Richtung Herm
Panorama mit Schwimmbad und Ankerbucht

Die Tage auf Guernsey flogen nur so dahin. Es gab immer etwas zu basteln, zu besorgen, anzuschauen oder einfach nur die Seele baumeln zu lassen. Sehr entspannend, mal einige Tage nicht ständig mit Törn- bzw. Tidenplanung beschäftigt zu sein.

Zum Thema basteln, Felix hatte an einem Vormittag gerade den elektrischen Anschluss für unseren neuen Freediver ( Tauchgerät ) angeschlossen, da kam er auch schon zum Einsatz.

Unser englischer Nachbar Sean versenkte sein IPhone 6 im Hafen. Nach diversen, vergeblichen Rettungs- Tauchversuchen, u.a. vom Schlauchboot ( wir wissen nicht warum ), bekamen wir Wind von der ganzen Misere und boten unseren Freediver an. Für alle anderen war das Gerät unbekannt. Sean nahm das Angebot aber sofort an. Nach ca. 15 Min. tauchte ein strahlendes Gesicht auf, in einer Hand das IPhone. Die Freude war groß, zumindest der Chip war gerettet.

Unser Freediver im ersten Einsatz. .
Sean ist happy mit gebadetem Iphone. . .

Sean war sehr dankbar und wir beruhigt, denn unser Gerät hatte den ersten Einsatz zur vollen Zufriedenheit ausgeführt und froh darüber, Sean und seine nette Frau Della kennengelernt zu haben. Schön wäre ein Wiedersehen.

Am letzten Tag gab es im Hafen nicht nur eine große, bunte Veranstaltung, organisiert vom Roundtable.

Irgendwie erinnert uns das an die KiWo
Paddeln im Querstrom. . .

Wir lernten auch noch die VIA-Crew aus Hamburg kennen. Katrin, Jörg und Sohn Vincent. Die 3, hatten gerade ihre Atlantikrunde beendet und waren auf dem Weg zurück nach Hamburg. Wir gratulieren!

Einige nette Stunden verbrachten wir zusammen. Vieles gab es zu erzählen und einige gute Tipps.

Schade, dass unsere Wege sich schon so schnell wieder trennen mussten. Kommt gesund in Hamburg an!

Für uns hieß um ca. 22 Uhr Leinen los. Wir verließen nahe Hochwasser den Hafen und machten noch für einige Stunden im Vorhafen fest. Am nächsten Morgen brachen wir um 5 Uhr auf und es wartete nur Neues auf uns. . .

Das war en schöne Tage in St PeterPort. . .
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2 Gedanken zu “Ausflug ins “ very british“

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