Bummeln in den RIAS. . .

Die Rias von Kap Finesterra bis Baiona
Am 18.8. ging es mittags auch für uns weiter. Wir wollten noch in der Ria Muros bleiben und suchten uns einen Ankerplatz in einer kleinen Bucht vor dem Hafen Portosin aus. Beim Ankommen brieste es auf und in der kleinen Ankerbucht lag ein Fischer mit seinen Netzen mittendrin. Wir fackelten nicht lange und machten im Hafen Portosin fest.

Eine gute Entscheidung, denn 1. hatte der Ort eine sehr gute Hafenanlage mit einem überaus netten Empfang und 2. legte der Wind in der Nacht bis auf 30 kn Wind zu, drehte für einige Stunden um 180Grad und Regen gab es auch. Gut vertäut lagen wir am Steg! 

Wir erkundeten den kleinen Ort, machten einen Spaziergang entlang dem Wasser und den hohen Eukalyptusbäumen. 

Strand bei Portosin. .
Zitronen in der Nachmittagssonne. . .

Am nächsten Tag schlugen wir uns wieder mit sehr leichten Winden herum. Es ging in die Ria de Arousa. Der Anker fiel vor Santa Uxia de Ribeira. Wir beobachteten das rege Treiben vor diesem Fischerei- und Badeort. Vormittags ging es mit dem Schlauchboot in den Ort. Wir waren angenehm überrascht. Hier trafen wir auf einen großen Markt, eine große Fischhalle mit einem Gemüse- und einem Fleischstand und in den kleinen Gassen herrschte überall buntes Treiben mit viel Musik.

Übrigens hörte man immer wieder Dudelsackklänge.

Anker auf nach ruhiger Nacht. .
Santa Uxia de Ribeira nach kurzem Einkauf. . .
Unser nächstes Ziel sollte Combarro in der Ria de Pontevedra sein. Wieder ging es bei Sonnenschein, aber diesmal rauschten wir mit bis zu über 8 kn bei flachem Wasser, an der Isla Tambo entlang, unserem Ziel entgegen. Der Anker fiel gegen 18.30 Uhr vor diesem schönen Ort. Wir trafen die Richard Parker, mit Vera und Dominique wieder, freuten uns über das Wiedersehen und tauschten bei einem gemeinsamen Abendessen an Bord unsere Erlebnisse aus. Hier war es so schön, wir wollten einen weiteren Tag bleiben. Camborra hat ein historisches Altstädtchen. Ein Fischerort mit massiver Granitbauweise. Der Ortskern ist Denkmal geschützt. 

Ankerbucht vor Camborra. . .
Oldtimertreffen am Marktplatz. . .
Abendliches Idyll vor Anker. . .

Wir kauften leckeren Kuchen und genossen den zusammen mit spanischem Kaffee an Bord. Die Wärme lockte uns immer wieder ins Wasser. Es war hier um einige Grade wärmer, als weiter westlich zum freien Atlantik. Delfine tummelten sich in Schiffsnähe, die fühlten sich hier wohl auch wohl. 

Inzwischen hatten wir auch unseren Besuch in dem Islas Cies Nationalpark genehmigt bekommen. 

Zusammen mit der Richard Parker ging es in eine wunderschöne Bucht vor Anker. Auf hellem Sandgrund vor einem genauso hellem Strand, im hellblauen Wasser. Wir fühlten uns schon wie in der Karibik. Sollten aber schnell eines Besseren belehrt werden. Das erste Bad holte uns in den Nordostatlantik zurück. Sehr erfrischend kann ich nur sagen.

Mit dem Schlauchi ging es an den Strand. Dieser war voller fröhlicher Menschen. Nicht nur die Deutschen sind Burgenbauer! Diese vielen Menschen wurden mit schnellen Katamaranen von Vigo und Baiona über Tag hier her gebracht und bis in den späten Abend wieder abgeholt. Welch ein Trubel und vor allem der Schwell und Krach der vielen Katamarane. Für uns stellte sich dann doch die Frage, warum müssen die Yachties eine Genehmigung beantragen? Wir wussten von einer Crew, dass sie noch auf ihre Genehmigung warteten.

Ankerplätze vor den Islas Cies. . .
Ein Katamaran bringt Tagesgäste aus einer der umliegenden Städte. . .
Einige Yachten bekamen Besuch von der Grenzschutzpolizei. . .

Aber irgendwann war auch der letzte Kat weg. Es war ein kleines Paradies. Zum Abendessen waren wir bei Vera und Dominique eingeladen. Es wurde ein kurzweiliger Abend. Wir schauten uns die schöne Breehorn an, genossen die zubereiteten Leckereien bis uns aufziehender Nebel rasch ins Schlauchboot steigen ließ und Felix uns zurück zur Festina lente ruderte. Danke, es war ein schöner Abend!

Sonnenuntergang auf SY Richard Parker. .

Nach einem kleinen Inselrundgang, auf dem wir die schöne Aussicht genießen konnten, wurde das Schlauchboot an Deck geholt, ein Erfrischungsbad genommen und dann ging es nachmittags nach Baiona. 

Unser letzter spanischer Hafen. Hier wollten wir einige Tage bleiben.

Es stand einiges auf dem Plan, große Wäsche, klar Schiff machen, Boot und Schlauchboot putzen, Maschine checken, einige Bastelarbeiten und natürlich wieder Einkaufen. Für Sightseeing gab es aber auch noch genug Zeit. 
1493 lief hier die Pinta, eine von 3 Schiffen, ein und berichtete von der Entdeckung der „Neuen Welt“, Amerika. Ein Mittelalterfest erinnert jährlich daran und ein Nachbau der Pinta liegt am Hausstrand Ribeira. Wir besichtigten die alte Festungsanlage und die Altstadt.

Hafenbucht von Baiona. .
Baiona von der Festung aus gesehen. . .
Blick auf den Pinta-Nachbau im Hafen. . .
Es geschah in 1493. . .
Die Altstadt. . .

Nach 3 Nächten hieß es Abschied nehmen von Spanien. . .

 Fast 4 Wochen waren wir jetzt in Galicien gewesen. Hatten viele schöne Momente, vom Ankommen in A Couruna, die schöne Zeit dort und dann die wunderschöne Zeit in den Rias. Die kurzen Etmale, die Landschaft, die Begegnungen mit netten Menschen, das Ankern, das Baden, das schöne Wetter und das gute Essen, wir haben alles genossen! Wir fühlten uns sehr wohl hier, hier hätten wir einen ganzen Sommer verbringen können.


Am 26.8. hieß es also Leinen los. Wir verließen die Bucht von Baiona und es ging wieder hinaus auf den freien Atlantik. 

Respekt hatten wir auch vor dieser Küste. Die Atlantikwelle kann auch bei weniger Wind so stark sein, dass einige Häfen an der portugiesischen Küste nicht zu jeder Zeit anzulaufen sind. Außerdem hatten wir in der letzten Zeit öfters erlebt, wie der Seenebel aus einer sommerlichen Stimmung, schöner blauer Himmel, ganz schnell eine Waschküche machen kann.

Froh waren wir, dass die Sicht gut war, denn die Küste ist gespickt mit Fischernetzen. Teilweise nur kleine weiße Bälle oder andere abenteuerliche Gefäße als Toppzeichen. Alles lief gut, nur der Wind hätte etwas mehr sein können.

Langsam veränderte sich die Küste. Die hohen Gebirgszüge wichen langgestreckten Ortschaften mit Sandstränden. Hinter dem Grenzfluss Rio Mino gab es dann wieder einen Flaggenwechsel. Unsere 6. Gastlandflagge wehte jetzt unter der Stb. Saling und die Uhr wurde eine Stunde zurückgestellt. Wir hatten Portugal erreicht und fuhren bald in den Rio Lima ein und machten in Viano do Castelo die Leinen fest.

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