Was macht ihr eigentlich die ganze Zeit ? ? ?

Dass es hier in Portugal etwas anders abläuft, war uns schon bewusst. Wer keine Zeit hat, ist hier verkehrt!

Felix versucht den Segelmacher anzutreffen, ‚komm in einer Stunde wieder‘, heißt es. Ok, das ist bei uns auch so. Aber um einen Termin zu bekommen, brauchen wir 3 Tage.
Im Rahmen der Bootsverbesserungen hatten wir neue Umlenkblöcke (Decksorganizer) bestellt, da bei der alten Ausführung die Kunststoffkugeln bereits zerbröselten. Der Austausch nur von einzelnen Rollen hätte die gleiche Arbeit bedeutet. So konnten wir ein stabileres Modell nehmen, bei dem die Rollen auch besser gegen die UV-Strahlung geschützt sind.

Chaos im Salon, nachdem eine Hälfte der Deckenverkleidung demontiert war. . .
Die neuen Organizerblöcke sind schon vorbereitet. Der Sonnenschutz ist wegen Starkwindes und Rohrbruch demontiert. . .

 

Allein die Demontage der Deckenverkleidung und das anschließende Chaos im Salon muss man nicht öfter haben. Bei den Temperaturen in der letzten Woche war das eine schweißtreibende Arbeit, mit der wir fast 2 Tage beschäftigt waren. Umso mehr konnten wir ein abendliches Bad in der See genießen.

Mit dem neuen Sonnensegel sind wir eigentlich sehr zufrieden. Nur die Stangen aus Kunststoffrohr haben in der letzten Woche den Winden nicht Stand gehalten. Ein Rohr brach. Komischerweise nicht an der Stelle des höchsten Biegemomentes, sondern neben einer Stoßstelle des 3 -teiligen Rohres. Solange wir das nicht gelöst haben, nehmen wir bei mehr Wind die Stangen wieder raus und haben nun ein Zeltdach…

Unter dem Sonnendach kann man es gut aushalten. . .

Seit Tagen wartet Felix auf Sicherungen, auf ein kleines Päckchen. In der Marina Rezeption heißt es, ‚das Päckchen ist im Postoffice‘.

Wir wollen ein Paket nach Deutschland zu SVB zurücksenden (haben einen Rücksendeschein!!) und suchen die nächste Post (Anfahrt mit dem Bus, 1x umsteigen, pro Person 1,40,- und ein Stück laufen). Brav ziehen wir die Nummer. Hier wird man aufgerufen, wie überall in den Supermärkten. Wir warten und grinsen uns an, in der Heimat hätten wir nicht die Geduld.

Dann endlich nach 45 min stehen wir vorne am Schalter. Die Dame spricht viel, schnell und auch englisch. Aber es dauert. Dann ist es klar, unser Päckchen ist heute in die Marina gebracht worden.

Auch gut, dann versuchen wir es dort noch einmal.

Mit unserem Rücksendeschein kommt die Dame nicht klar. Wir werden auf die Wartebank zurückgeschickt. Die nächste Nummer wird aufgerufen und uns schwillt langsam der Kamm, dann aber kommt die Chefin und winkt alles durch. Alles ok!
Der normale Haushalt muss auch weiter laufen. Auch das Waschen ist hier ein Erlebnis.

Leider gibt es in Albufeira nur Waschmaschinen, die das Waschmittel gleich zugeben. Da Dörte im Frühjahr in Oeiras das Waschmittel nicht vertragen hat, wird jetzt die gewaschene Wäsche noch einmal am Steg per Hand gespült.

Zunächst wird aber die Maschine gefüllt, das Programm gewählt und das Geld (4,-) eingesteckt. Anstatt zu starten heißt es ‚Out of order‘! Toll.

Service Nummer anrufen. Die Dame spricht kaum englisch. Die Telefonate kosten sicherlich mehr als das Waschprogramm und wir holen die Wäsche wieder aus der Trommel. Dann kommt der Retter! Ein Security Mensch gibt uns unsere Euros zurück und den Tip, die Maschine wieder zu starten, wenn alle anderen Geräte frei sind. Es hat geklappt!
Die Marina Albufeira ist ein vor 20 Jahren künstlich angelegter Hafen. Am Ortsrand gelegen, eingesprengt in Felsen. Zum Einkaufen fahren wir mit dem Bus. Das Fahrrad zu bemühen, macht keinen Sinn. Seit Portugal kaufen wir unser Trinkwasser in 7l Gebinden und 1,5l Flaschen. Das Wasser aus dem Hahn ist zu stark gechlort.

Mit Hackenporsche, Rucksäcken und weiteren Taschen steigen wir in den Bus.

Die Supermärkte sind groß und die Auswahl ist riesig. In der Gemüse- und Obstabteilung haben wir unsere Freude. Apfelsinen aus Portugal und die kleinen Bananen von Madeira oder den Kanaren, einfach nur lecker. Da diese kleinen Bananen die EG- Norm nicht erfüllen, müssen wir in Deutschland leider die essen, die grün geerntet über den Atlantik geschippert werden. Schade!

Leckere Früchte, wie man sie zu Hause nicht bekommt. . .

Unser Einkaufswagen füllt sich. Wir müssen uns beim Einkaufen zurückhalten, denn unsere Transportkapazitäten sind nicht unendlich. Leider gibt es hier keinen Lieferservice, den wir aus anderen Städten kennen und sehr gerne in Anspruch genommen hätten.

Wir bezahlen und verstauen den Einkauf und Felix ruft unsere 1. Uber-Taxe. Bruno kommt in 4 Min. und bringt uns für 5,35€ in die Marina. Dort fällt Dörte leider ein, sie hat Parmesan vergessen. Also geht sie nachmittags noch einmal zu Fuß den Berg hinauf, kauft den Parmesan, um das Abendessen zu retten. Unser Gemüserisotto mit Hühnchen war lecker.

Zwischenzeitlich hat Felix den neuen Konverter (von 12V= auf 220V~) mit der neuen 50 A Sicherung verkabelt. Es funktioniert. Nun können wir mit sinusförmigem Wechselstrom unsere elektr. Zahnbürste wieder aufladen, ohne das Ladegerät zu killen.

Unsere neue Haltestange vorm Herd. Dabei gabs gleich noch eine neue Pfanne. . .

Mit der Geschwindigkeit, die zu Hause so normal ist und vieles nebenbei abläuft, geht hier gar nichts. Wir lernen damit umzugehen und freuen uns umso mehr, wenn etwas schneller als erwartet passiert.

Trotzdem genießen wir die Zeit. Morgens aufstehen und: Blauer Himmel.
Praktisch jeden Tag Sonnenwetter. Die Temperaturen variieren zwischen 25 und 30+ Grad.

Ein leichter Wind geht immer oder auch mal mehr.

Hier wird die Ventilatorenluft mit verdunstendem Wasser angereichert, damit die Gäste sich wohlfühlen…
Bungee jumping ist hier bei den (engl.) Touris eine beliebte Beschäftigung, besonders nach einigen Bieren. . .

Man trifft auch immer wieder interessante neue Leute zum Schnacken.
Also langweilig wirds nicht.

Auf dem Weg zum spätnachmittäglichen Bad. . .

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