Lagos- Porto Santo Tag 3

Langsam stellte sich eine Bordroutine ein. Wir machten etwa alle 3 Stunden Wachwechsel, wobei wir das nicht so genau nahmen. Wenn einer oder eine von uns besonders fit oder motiviert war, durfte er/sie natürlich auch länger halten.
Eigentlich war der 3. Tag wieder ähnlich wie der 2. Tag. Tagsüber 5-6 aus NO, überwiegend bewölkt, nachts entsprechend dunkel, da weder Mond noch Sterne zu sehen waren. Schiffe haben wir keine gesehen, trotz AIS.

Achterliche Seen, Tag und Nacht. . .

Die Stunden liefen so dahin, immer mal unterbrochen von kleinen Korrekturen am Windpilot. So pendelten wir um den Sollkurs, führten alle paar Stunden Logbuch und hockten uns dann wieder unter die Sprayhood, oder versuchten den fehlenden Schlaf unter Deck nachzuholen. Die Highlights des Tages waren am Morgen ein fliegender Fisch an Bord, eine nicht warme Dusche im Cockpit und das warme Essen am frühen Abend.

Auch über Tag wurde im Wechsel geruht. . .

 

Zum Angeln oder anderen kreativen Tätigkeiten hatten wir noch keine Lust. Wir waren eigentlich mit uns selbst und der Schiffsführung beschäftigt. Genossen natürlich die immer wieder imposanten Wellenberge, besonders wenn sie knapp am Heck vorbeirollten. Der regelmäßige Ausblick ergab nichts, was uns aktiv werden lassen musste.

Irgendwann in der Nacht stellten wir fest, noch 30 sm bis Porto Santo. Fast wie nach Marstal. .
Morgens nach 6 Uhr setzte sich langsam der neue Tag durch. Man erkannte erste Konturen, bis der Himmel sich deutlicher von der Erdkrümmung unterschied. Bald konnte die Nachtbeleuchtung abgeschaltet werden.

Gegen 8 Uhr erkannten wir die ersten Konturen der vorgelagerten Lava-Felsen des Archipels.

Die ersten Lavafelsen erscheinen im Dunst. . .

Uns kam in größerem Abstand ein Frachter entgegen. Um 9.30 Uhr hatten wir das 3. Etmal mit 147sm erreicht.

Der Frachter ist im AIS gut zu erkennen. . .

 

Nach Rundung der Ilheu de Cima, ein Lavafelsen mit Leuchtturm drauf, konnten wir bald an die Ankunft denken. Die Wellen wurden in der Felsenabdeckung flacher. Bald entdeckten wir den 2. fliegenden Fisch an Deck, wahrscheinlich in der Nacht von einer Welle angespült und warfen ihn zurück ins blaue Wasser.

Ein „fliegender Fisch“. . .

 

Um 10.30 sind wir in Porto Santo fest. Nach 458 sm, davon max. 1 sm motort. . .

Der Hafen von Porto Santo, im Hintergrund die Madeira-Fähre
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