Abseits ausgefahrener Wege. . .

Der Abschied von Porto Santo fiel uns wieder einmal schwer. Aber wir wollen nach Madeira, dort erwarten wir die Kinder, Maike und Erskine und unseren Enkel Frederik. Die Vorfreude ist groß.Zunächst gab es aber noch eine abenteuerliche Fahrt mit einem Quad über Porto Santo. Erst über feste Straßen, auch schon mit schönen Kurven und erheblichen Steigungen.

Wir besichtigen die Kapelle de Nossa Senhora da Graca. Es stand das Fest Mariä Himmelfahrt an. Wir waren überwältigt, mit wieviel Arbeit und Liebe fürs Detail alles festlich hergerichtet wurde. Der Haupteingang war zu. Durch einen Nebeneingang, sahen wir, wie auf einem Tragegerüst die Madonna wunderschön mit Blumen geschmückt wurde. Ein Bon Dia genügte und wir wurden eingeladen die Kapelle zu besichtigen. Sehr beeindruckend, wir hätten eigentlich noch bleiben müssen.

Zufahrt und Kirche sind aufwändig geschmückt. . .
Mit großem Engagement wird die Marienfigur geschmückt

Unsere Fahrt ging weiter zur Nordküste, zur Luvküste und irgendwann auf Höhe des Flughafens war es soweit, es ging nur noch über Stock und Stein. Großartige Aussichten, verbunden mit beängstigenden Fahrten über schmale, mit tiefen Rillen und einigen Steinen garnierte, teils, auf nicht einsehbaren Wegen, ging es auf und ab. Es war grenzwertig! Zumindest für Dörte!
An der Nordküste. .
Mit unserem Quad kommen wir fast überall hin. . .
 

Auf solchen Wegen ist ein Quad gerade richtig. . .

Ein Höhepunkt waren die Basaltsäulen des Pico Ana Ferreira. 

Die eindrucksvollen Basaltsäulen. . .
Noch einmal Calheta bei weniger Wind. . .

Hier wird der Strand richtig genutzt. .

Dann hieß es wirklich Abschied nehmen von Porto Santo.

Da war noch etwas fertig zu stellen. .
Endlich fertig. . .

Tschüss, SY Freedom, mit Sabrina und Herrmann, unsere netten Nachbarn auf Porto Santo.

Der portugiesische Nachbar, war nicht nur beim Anlegen hilfsbereit, er gab uns auch gute Tips. Wir erfuhren, dass Funchal jetzt einen neuen Hafen hat, welcher in aktuellen Karten nicht zu finden ist. Wir hatten die Telefonnummer von Rafael und ein Foto vom Hafenplan auf dem Handy. Ankommen wollten wir im Hellen, für die 42 sm sollte das kein Problem sein.

Morgens im Hafen, es war eine richtige Aufbruchstimmung. Das Mariä Himmelfahrtsfest hatte den Portugiesen ein langes Wochenende ermöglicht. Viele Crews von Madeira hatten an einer Regatta teilgenommen und die Rückregatta sollte heute auch starten. Wir wurden auch eingeladen mitzusegeln. Der Start sollte aber erst um 12 Uhr sein. Wir segelten vorher los und wollten uns lieber überholen lassen.😁 Es folgte ein schöner Bikinisegeltag. 

Bye, bye Porto Santo. . .
Wir nähern uns Madeira. .


An der Südküste von Madeira frischte der Wind ordentlich auf, sodass wir in Höhe des Flughafens unser Vorsegel ganz wegnahmen. Unsere „Regattabegleiter“ hatten langsam auch alle ihre bunten Segel eingeholt. 

Kurz vor dem Ponta do Garejau war es dann zu Ende. Wir standen in der Flaute. Die 1,5 sm sind wir unter Maschine zu unserem vorbestellen Liegeplatz gefahren. Am Schwimmsteg direkt in der Stadt Funchal.  

Funchal trauerte!

 Im Ortsteil Monte hatte es heute ein Unglück gegeben. Viele Menschen waren während der Mariä Himmelfahrt Prozession durch einen umgestürzten Baum ums Leben gekommen.

Am nächsten Morgen kam Rafael, er hat sich sehr um uns gekümmert und erzählte, dass unser Nachbar aus Porto Santo sein Chef sei. Felix ist mit Rafael sofort in die Stadt, weil wir nicht die richtigen Stromstecker hatten. 

Dann war da noch immer unser Gasproblem. Rafael kümmerte sich und hatte schnell eine Lösung. 2 Tage später konnten wir die gefüllte Flasche wieder abholen. Mit unglaublichem Engagement betreut er die Segler und ist telefonisch immer zu erreichen.

Wir genossen mal wieder die Nähe zur Stadt, hatten gute Einkaufsmöglichkeiten und konnten einmal wieder den Lieferdienst eines Supermarktes genießen. 

Einige Touren mit dem Yellow Bus für 48 Stunden brachten uns neue Eindrücke in Funchal, Camara do Lobos oder dem Cabo Girao.

Von Funchal ging es durch tiefgrüne Bananenpflanzungen nach Camara do Lobos, einem malerischen Fischerort. Über eine Stichstrasse fuhr der Bus uns zum Aussichtspunkt auf dem Cabo Girao. Dort steht man in schwindelerregender Höhe auf einer Glasplatte, die 580 m übers Meer ragt. Die Klippe gilt als die höchste Europas. 

Jeder freie Quadratmeter ist mit Bananenstauden bepflanzt. .
Auf 580 m Höhe beeindruckende Aussichten. . .
Blick vom Cabo Girao Richtung Funchal, am Strand landwirtschaftlich genutzte Flächen, im Hintergrund die Ilhas Desertas. . .
 

Auf der Rückfahrt machten wir noch einen Spaziergang durch Camara do Lobos. Der Ort war noch vom Fischerfest geschmückt. Besonders eindrucksvoll sind die Fischerboote, die hier im dunklen Sand liegen und teilweise repariert werden. Auf der kleinen Werft wurde auch der Nachbau der Santa Maria, das Schiff mit dem Columbus Amerika entdeckte, zur EXPO 1998 in Lissabon gebaut. Darauf sind die Leute sehr stolz.

Der Fischerhafen, ein schöner Anblick. . .
Auch an Fischerbooten gibts immer was zu tun. . .
Hier hat schon Winston Churchill sich wohl gefühlt und gemalt.

Die Fahrt im offenen Doppeldecker an sich ist auf den schmalen Straßen öfter beängstigend. Oft gilt das Recht des Stärkeren (Größeren). Da machts auch keinen Unterschied, ob Fahrer männlich oder weiblich sind. Wir haben auch diese Tour heil überstanden. . .

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