Auf zu neuen Ufern. . .

Am 4.11. haben wir dann endlich die Leinen in Arrecife losgeworfen. Das Boot war noch nicht festgewachsen. So haben wir bei teils sonnigem Wetter den Hafen verlassen und bei NO4 das Vorsegel ausgerollt. Mit 5 – 5,5 kn sind wir mit SW Kurs die Küste entlang gesegelt. Es war ein schönes, befreites Gefühl endlich wieder auf freiem Wasser unterwegs zu sein. Wir genossen jeden Moment, immer auf Ausschau nach Delphinen oder anderem Getier. Geschwindigkeit spielte keine Rolle, wir hatten es ja nicht eilig, wollten jede Seemeile genießen. Apropos festgewachsen, natürlich war das Laufrad vom Loggeber (Damit wird die Geschwindigkeit des Bootes durchs Wasser gemessen) durch Bewuchs blockiert. Die Befreiung des Laufrades wurde auf den Ankerplatz verschoben. 

Arrecife im Rückblick mit dem grünen Grandhotel. . .
Wir schippern gemütlich an der Küste entlang. . .
Ca 18 sm bis zur Papagayo-Bucht. . .

Nach 4 Stunden haben wir dann den Papageienstrand erreicht. Viele Boote lagen hier schon. Bald haben wir unsere Lücke zwischen einigen anderen Ankerliegern gefunden und auf 8m Wassertiefe den Anker versenkt. Da einiges an Wind für die nächsten Tage angesagt war, haben wir den Anker ordentlich mit Maschine eingefahren und insgesamt ca. 50m Kette gesteckt. Damit fühlten wir uns sicher. Bald sind wir die ersten Runden ums Boot geschwommen, das Wasser hatte noch 22-23 Grad. Dabei haben wir dann gleich die nächste Aufgabe registriert: Der Wasserpass musste wieder von Bewuchs befreit werden.Die erste Nacht hielt der NO mit 5 Bft durch. Beim Morgenbad stellten wir bald fest, es war nicht nur windig und wellig, sondern es strömte auch ganz gut. Die Wasserpassreinigung ohne einen Tampen zum Festhalten wäre sehr mühsam. Mit mehreren Arbeitsgängen haben wir uns um das Boot vorgearbeitet. 

Die weißen Würmer mussten mit einem Spachtel entfernt werden. . .
Anderer Bewuchs ließ sich leichter entfernen. . .

Hinterher waren wir froh diesen Punkt erledigt zu haben. 

Nachmittags kamen Stefanie und Matthias von SY Shuenga (http://seegangcom.wordpress.com) noch vorbei und fragten, ob wir Lust hätten, mit dem Beiboot an Land zu fahren und dort eine Kleinigkeit zu essen. Wir waren bis dahin nicht dazu gekommen unser Beiboot aufzublasen und nahmen das Angebot gern an. Oberhalb des Papageienstrandes waren mehrere Restaurants mit excellenter Aussicht auf die Strände und die umliegenden Inseln. Hier haben wir uns eine kleine Stärkung gegönnt. 

Von Land hatte man einen schönen Blick über die ankernden Boote. . .
In fröhlicher Runde ließen wir es uns gut gehen. . .

Der Rückweg wurde dann feuchtfröhlich. Wir mussten gegen den starken Wind fahren. Die Männer saßen aus Gewichtsgründen weiter hinten im Schlauchi, die Damen weiter vorn. Egal wie Matthias fuhr, es kam soviel Wasser über, dass unsere Herzdamen reichlich nass wurden und sich erstmal umziehen mussten. 

Die Fahrt wurde feuchter, als hier zu sehen. . .

Beim nachfolgenden Sundowner bei uns an Bord war das aber bald vergessen. . .

Schöner Sonnenuntergang in der Ankerbucht. . .

Am nächsten Tag haben sich unsere Wege erstmal getrennt, denn die Shuenga-Crew wollte weiter. Wir haben den Tag mit Planungen und dem Genuss der Zeit verbracht.

Die Wetterberichte hatten für die Wochenmitte starken Wind vorhergesagt. Da wir uns an eine Platzreservierung in der nahen Marina Rubicon gebunden fühlten, sind wir dann am Dienstag Ankerauf gegangen und die 2 Meilen zur Marina motort. Hier wurden wir freundlich empfangen. Unser Liegeplatz lag so, dass wir mit dem Heck im Wind lagen. 

Einfahrt zur Marina Rubicon. . .
Es weht uns reichlich Staub von achtern rein. . .

Am nächsten Morgen hatten wir im Salon eine feine Sandschicht auf dem Boden. Das störte doch sehr. Da der Wind zu der Zeit entgegen den Vorhersagen kräftig wehte, haben wir auf das Drehen des Bootes zunächst verzichtet. Auf Hafenkino hatten wir keine Lust. Wir haben die neue Umgebung erkundet und uns einen Überblick verschafft. Der Hafen ist Bestandteil einer großen Ferienanlage und damit sehr von Touristen geprägt. An Land ist der Anteil englischer Gäste deutlich über 50%, aber häufig wird auch deutsch gesprochen. Im Hafen haben wir den Eindruck, das Franzosen, Engländer und Spanier etwa gleich häufig vorkommen, Deutsche und Deutschsprechende etwas weniger. Sogar eine israelische Yacht, die in Arrecife neben uns lag, haben wir hier wieder getroffen.

Am nächsten Morgen haben wir den schwachen Wind dann genutzt und das Boot gedreht. Wir hatten das Manöver in Arrecife öfters beobachtet und wussten von daher wie es richtig gehen würde. Nach detaillierter Durchsprache des Manövers haben wir alles vorbereitet und dann die Leinen losgeworfen. Alles klappte gut, sodass wir nach wenigen Minuten dann rückwärts am Steg lagen. Aber mit dem Bug in der Hauptwindrichtung. Danach wurde Wasser gebunkert und das Boot vom Sand befreit. Es hatte sich in den wenigen Tagen seit Arrecife eine ordentliche Schmutzschicht gebildet. Nun konnten wir uns wieder wohl fühlen. 

Während Dörte nach Playa Blanca lief um einige Einkäufe zu tätigen, hat Felix sein Fahrrad geflickt und eine neue Luftpumpe gekauft. Die Alte haben wir wahrscheinlich am letzten Abend in Arrecife auf dem Rad vergessen. Am nächsten Morgen war sie weg, das haben wir aber erst in Rubicon gemerkt.

Die Wetterberichte haben uns in den letzten Tagen etwas verwirrt. War wenig Wind angesagt, wehte es teils in Böen bis 8Bft, umgekehrt hatten wir Flaute, wenn eigentlich kräftige Winde angesagt waren. Dieses Phänomen durchblicken wir noch nicht so ganz, obwohl ein Spanier uns das Ganze schon erklären wollte.

Inzwischen ist der Loggeber auch wieder vom Bewuchs befreit, morgen soll er sich wieder drehen, wenn wir in Richtung Fuerteventura ablegen. . . 

Bei soviel Bewuchs dreht sich hier gar nichts . . .
Sonnenuntergänge werden wir demnächst nicht mehr sehen. . .

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