Dezembersegeln . .

Seit dem 25.11. haben wir Harald als Gast an Bord. Einige Tage Eingewöhnung haben wir mit ihm eingeplant, damit er sich bei uns uns einleben kann.

Eins von vielen sehr schönen Wandbildern in Gran Tarajal . .

So lernt er auch Frank kennen. Frank ist knapp 79, lebt allein auf seiner 36 Fuß Yacht Free Choice. Es ist ein Feltzbau, den er selbst ausgebaut hat. Meist segelt er allein. Er ist noch richtig fit und meint das Bootsleben sei der Grund dafür. Seit Tagen läuft er unruhig durch den Hafen und hofft das endlich wieder nördliche Winde aufkommen. Er will bis Weihnachten auf den Kapverden sein und seinem Bruder von dort zum 80. Geburtstag gratulieren. .

Bald kam auch SY Christina mit Elke und Ulli nach Gran Tarajal. Wir haben uns über das Wiedersehen sehr gefreut. Unseren Vorschlag gemeinsam zum Pizzaessen zu gehen, nahmen sie gleich an. So endete dieser Abend bei ihnen an Bord mit einer Schiffsbesichtigung ( schöne alte Nautor Swan ) und einem lauwarmen Flensburger Pils im Cockpit. . .

Die leichten SO Winde wollten wir zur Weiterfahrt nutzen, so haben wir am 27.11. die Leinen los geschmissen und Kurs auf Puerto Rosario abgesetzt. Leider waren die Winde so schwach, dass wir

zwischendurch Unterstützung durch die Dieselgenua brauchten. Später nahm der Wind auf S4 zu und wehte in die Hafenankerbucht direkt hinein. Wir waren die einzige ankernde Yacht dort.

Harald, unser langjähriger Segelfreund aus Kiel . .

Festina lente in der nach Süden offenen Hafen-Ankerbucht . .

Erfreulicherweise nahm die Nachmittagsbrise später wieder ab, so wurde es eine ruhige Ankernacht. Am nächsten Morgen lag „Mein Schiff 2“ wieder neben uns und weit über 1000 meist deutschsprechende Touristen strömten in Stadt und Land.

Wir wollten uns mit der SY Hexe ( syhexe.de ) treffen, deshalb sind wir am nächsten Tag wieder Anker auf gegangen. Die knapp 18 sm nach Lobos konnten wir dank zunehmender Südwinde schön segeln.

Schönes Vorwindsegeln entlang von Fuerteventura, rechts sieht man bereits Lanzarote im Dunst . .

Vor Lobos lag die Hexe ( 18m Katamaran ) und ein kleinerer Kat vor Anker. Einrümpfer konnten wir im Fernglas nicht sehen. Bei der zunehmenden Welle, ca. 1m und völlig ungeschützt auf Legerwall, entschieden wir bald dort nicht zu ankern. Obwohl wir uns über Funk abgestimmt hatten, kam Volker mit dem Schlauchboot, um uns wenigstens zu begrüßen. Wir hatten uns seit 2013 in Polen nicht mehr gesehen. Er, bzw. sein Schlauchboot machten wahre Bocksprünge in den hohen Wellen.

Auf dem Weg in den Hafen von Corralejo sahen wir uns die Ankermöglichkeiten dort an, gingen selbst in den Hafen und leiteten die Hexe später zu einem halbwegs ruhigen Ankerplatz.

Für so einen großen Kat gibt es in diesem Hafen keine Gastliegeplätze.

Die Hexe beim Anker werfen . .

Cornelia und Volker luden uns für den Abend zum Grillen an Bord ein. Mit dabei waren auch Kate und Trevor, langjährige englische Freunde der beiden. Es wurde ein kurzweiliger Abend, bei dem es nach so langer Zeit viel zu erzählen gab.

In fröhlicher Runde auf dem Kat: Volker u. Cornelia, Felix u. Dörte, Trevor u. Kate und Harald der Fotograf. .

Mit einigen Getränkespezialitäten kamen jedoch nicht alle zurecht, wie wir am nächsten Morgen erfuhren.

Am nächsten Tag trennten sich unsere Wege wieder, wir sehen uns sicherlich wieder.

Auf den 8 sm nach Lanzarote zur Marina Rubicon konnte der Diesel mal richtig warm werden. Bei dem schönen Wetter sahen wir für einen kurzen Moment eine Schildkröte im Wasser, bevor sie wieder abtauchte. .

In Rubicon bekamen wir unseren alten Liegeplatz, es waren doch deutlich weniger Boote hier, als noch vor 2 1/2 Wochen. Gegen Abend planen wir die mitgebrachten Thunfischsteaks auf unserem Lotusgrill zu grillen. Das scheiterte leider daran, das Felix das gute Stück nicht anheizen konnte. So wanderten die Teile schließlich in die Pfanne.

Nach Rücksprache mit Volker, dem Lotusgrillexperten, wurde der nächste Versuch gleich für den nächsten Mittag angesetzt. Nun klappte es problemlos. Diesmal hat Felix die Anzündpaste in die richtige Schale gespritzt und auch ausreichend kleine Holzkohle verwendet. So wurden die Grillwürstchen richtig gut und Reto von der SY NOWORRIES wurde auch noch mit verpflegt.

In der Marina Rubicon sind Palmen und Kakteen vorweihnachtlich illuminiert. . .

Für die bevorstehende Winterpause haben wir den Aussenborder präpariert und das Schlauchboot gereinigt und verstaut.

Harald hat uns im Gepäck u. a. ein spezielles Messer von SVB mitgebracht, mit dem wir die Gummifugen des Stabdecks nachschneiden können. An einigen Stellen haben die überstehenden Gummifugen ein Ablaufen des Wassers verhindert, sodass wir hier mal nacharbeiten mussten.

Gäste dürfen auch mitarbeiten. . .

Im Hafen haben wir u.a. Björn mit Familie und seiner SY Sahra, einer Moody 44 getroffen. Es stellte sich bald heraus, dass er früher auch in Kiel-Stickenhörn mit einem Boot lag (Wie klein die Welt doch ist). Inzwischen ist er mit Familie nach Fuerteventura ausgewandert, hat dort einen Campingbus-Verleih ( salty-blue.com) gegründet.

Sehr beeindruckt waren wir von Margret und Kurt Kunz. Sie fahren seit 20 Jahren mit ihrer Amel Super Maramu (16m lang) durch die Welt. Mit 85 bzw. 88 Jahren wollen sie das gepflegte Schiff krankheitsbedingt nun zu einem sehr günstigen Preis verkaufen. 2 Tage später erfuhren wir, dass sie mit ihren Schweizer Nachbarn handelseinig geworden sind. .

Sonnenuntergangsstimmung in der Marina Rubicon . .

Für den 4.12. hatten wir den Törn nach Arrecife geplant. Sonnenschein und OSO 4-5 versprachen einen Hoch am Wind Kurs vom Feinsten. Dummerweise hatte das Wetter den WB mal wieder nicht gehört. Nach dem Start mit 1. Reff im Groß folgte bald das 2.Reff. War es ein Kapeffekt oder die Lanzarote-Düse, wir müssen uns noch schlau machen. Später nahm der Wind ab und der Gegenstrom zu. Wir machten einen Schlag nach dem Anderen in der bewegten See.

Irgendwann brachte auch ausreffen nicht mehr genug. So haben wir die letzten Meilen motort, um noch im letzten Tageslicht Arrecife zu erreichen.

Nur ein Boot kreuzt mit uns im zunehmenden Gegenstrom . .

Es war ein schöner Segeltag im Dezember . . .

Advertisements

2 Gedanken zu “Dezembersegeln . .

  1. Hallo Dörte und Felix,
    Das finde ich ja toll, dass ihr Harald anBord habt! Den habe ich ewig nicht mehr gesehen, und wenn ich das Foto sehe finde ich, dass er sich gar nicht verändert hat. Bitte grüßt ihn von mir!
    Ich wünsche euch weiterhin eine schöne Zeit auf den Kanaren, hier schneit es gerade, eine absolute Seltenheit in Hamburg…⛄️☃️
    Viele Grüße
    Monika

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s