Geduld ist angesagt. . .

Leider brachte Felix aus Deutschland eine ordentliche Erkältung mit. Zunächst war nur seine Stimme weg und er war ein wenig schwerhörig 😉, dann kamen aber gemeine Halsschmerzen und ein quälender Husten dazu. Wir wollten also noch einige Tage im Hafen bleiben, bis er sich etwas besser fühlte.

In der Zwischenzeit braute sich aber auf dem Atlantik ordentlich was zusammen. Ein riesiges Tiefdruckgebiet mit hohen Windgeschwindigkeiten und Wellenhöhen entwickelte sich. Zum Wochenende drehte der Wind auf Süd und der NO Passat hatte Pause. Am Sonntag ging es dann richtig los. Die kanarische Regierung rief die höchste Warnstufe aus.

Flughäfen wurden temporär geschlossen, es gab viele Flugumleitungen, Starkregen verursachte in höheren Lagen auf Teneriffa Erdrutsche, auf Gran Canaria gab es umgestürzte Segelyachten, auf La Gomera hat sich ein Schwimmsteg losgerissen, eine Gruppe junger Deutscher musste nach der Wanderung durch die Masca-Schlucht die Nacht am Strand verbringen, sie hatten die Warnungen ignoriert. Auf fünf von sieben Inseln fiel die Schule aus.

Wir lagen in Arrecife wie in Abrahams Schoß. Das Boot war mit doppelten Festmacherleinen angebunden. Schwell haben wir im Hafen nicht bemerkt. Als der Wind Mittwochnacht dann nochmal kräftig zulegte und der Starkregen einsetzte, wurde vorsichtshalber nochmal alles kontrolliert. Erfreulicherweise hat die Würstchenbude dem Winddruck Stand gehalten. . .

Land unter in vielen Straßen in Arrecife. . .

Gullis kennt man hier nicht. Bei Starkregen stehen die Straßen bald unter Wasser und Stunden später bei Sonnenschein gibt es immer noch große Pfützen. Ab Wochenmitte sollte sich diese Wetterlage, man sprach von Hurrikan ähnlich, nun beruhigen. Wir freuten uns Festina lente segelklar zu machen und die Leinen bald loszuwerfen zu können.

Waschtag, nachdem sich der Wind etwas gelegt hatte . . .

Unserer Plan, evtl. hier in Arrecife mit dem Boot an Land zu gehen, sollte zeitnah nichts werden, frühestens Mitte März.

Mit unserem kleinen Fiat 500, den wir uns für 3 Tage gemietet hatten, gingen wir auf Tour. Entschieden uns dann gegen Puerto Calero und für die Marina Rubicon, weil wir dort schon am Montag, den 5. März einen Sliptermin bekamen und die Arbeiten auf dem Hardstand in Angriff nehmen können.

Unseren Flitzer nutzten wir noch für einen Ausflug in den Norden nach Orzola, hier hatten wir eine höhere See erwartet. Für einen Abstecher ging es in das Weinanbaugebiet La Geria. Die Reben hielten aber noch ihren Winterschlaf. Sie waren sehr weit zurückgeschnitten. Überall auf der Insel wurde es grün. Zwar sehr unterschiedlich, mal waren es kleine Büsche, mal einfach nur Gras und kleine Wildblümchen, es wurde aber auch Gemüse angebaut, wie zB. Kartoffeln.

Im Norden sprießte es auf den Lavafeldern. . .

Wir lernten, dass die Weinstöcke erst im Mai aus dem Winterschlaf erwachen. . .

Viele landwirtschaftlich genutzte Flächen sprießten schon mit frischem Grün. . .

Die ausstehenden Teile für die Unterwasserschiffarbeiten, die Felix noch fehlten, besorgten wir bei verschiedenen Yachtausrüstern und zum Einkaufen unserer Vorräte wurde der Flitzer auch noch einmal eingesetzt, denn er musste am nächsten Tag wieder abgegeben werden.

Ab 1.03. wurde es dann deutlich wärmer und der Wind nahm ab. Endlich Temperaturen um 25 Grad tagsüber, so konnte man es aushalten. .

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