Frühlingssegeln zwischen den Kanaren-Inseln

Alles war für den Frühlingstörn vorbereitet. . .

In den letzten Tagen in Rubicon hatte uns das Reisefiber gepackt. Es gab eigentlich den Plan direkt von dort nach Las Palmas de Gran Canaria zu segeln. Die knappen 100 sm dorthin, wir gingen von 15 Stunden aus, stellten uns vor die Frage, ganz früh am Morgen loszufahren, oder gegen Abend zu starten, um am Morgen zeitig anzukommen. Beide Varianten fanden wir nicht so toll, da wir viele Stunden im Dunkeln unterwegs sein würden. Eigentlich wollten wir unterwegs viel sehen und evtl. auch die Chance haben, einige Meeresbewohner sehen zu können. Da in den Tagen vor der geplanten Abfahrt viel kräftiger WNW Wind wehte, mussten wir mit einer nassen Überfahrt rechnen.

So waren wir froh, noch auf eine 3. Alternative gekommen zu sein. Am ersten Tag auf der Ostseite von Fuerteventura bis nach Morro Jable in relativ flachem Wasser und am 2. Tag dann bei leichten Winden höher am Wind nach Las Palmas.

Dieser erste Tag verlief bei meist achterlichen Winden und Sonne sehr angenehm. Wir hatten das erwartete flache Wasser und kamen gut voran. Gegen 17.00 Uhr konnten wir den Anker in einer geschützten Bucht direkt vor Morro Jable werfen. An Land einige Hotelbauten, Restaurants und gelber Sandstrand. Wir genossen die letzte Stunde im Sonnenschein an diesem lauschigen Plätzchen, dann ging die Sonne unter. Nach einem warmen Abendessen an Bord ging’s früh in die Koje.

Dieser Ankerplatz gefiel uns so gut, dass wir gern noch länger geblieben wären. Die Wettervorhersage ließ das jedoch nicht zu. . .

Ein neuer Tag bricht an . . .

Um 6.00 klingelte wieder der Wecker. Der Wetterbericht war unverändert. So gingen wir noch vor 7.00 Anker auf. Wir starteten zunächst mit gerefftem Großsegel und Maschine, da von den Bergen immer wieder kräftige Böen kamen.

Bei Sonnenaufgang sind wir bereits wieder unterwegs . .

Bei Annäherung an den Leuchtturm Punta Jandia sahen wir schon von weitem die Brandung. Im Bereich dieses südwestlichsten Zipfels von Fuerteventura steigt der Meeresgrund von 1200m auf 90 – 20m Wassertiefe an. Entsprechend türmen sich brechende Wellen hier auf. Wir haben hier gehörigen Abstand gehalten. Ein kleines Fischerboot, das uns entgegen fuhr, war in den Wellentälern nicht mehr zu sehen.

In solchen Momenten wär eine bessere Fotoausrüstung gut . . .

Nachdem wir die Abdeckung der Insel verlassen hatten, konnten wir endlich ausreffen und somit genug Geschwindigkeit im Boot halten. Es wurde ein schöner Segeltag bei Sonne und 2-3m Atlantikdünung. Von der gefürchteten Düse zwischen den Inseln haben wir bei den eher leichten Winden nichts gemerkt.

Segeln ohne Ölzeug, wunderbar . . .

Bei Annäherung an Las Palmas glaubte Felix unter Land eine Segelregatta erkennen zu können. Es mussten schon sehr große Yachten sein. Später stellte sich heraus, das eine Anzahl von Hafenkränen und Gebäuden zu dieser Täuschung geführt hatte. . .

Das Einlaufen war problemlos, denn der Hafen ist riesig und bietet guten Schutz zum Segel bergen. Die Einlaufgenehmigung von Traffic Control kam sofort über Funk, während das Marinapersonal seit 14.00 Wochenende hatte. So machten wir gegen 16.00 am Anmeldesteg der Marina fest und warteten der Dinge die noch kommen sollten. Wir bekamen noch weitere Nachbarn. Das Büro war erst wieder am Sonntagmorgen von 9-14 Uhr geöffnet.

So allein lagen wir nur kurze Zeit am Wartesteg. . .

Das Marinabüro, hier wird entschieden, wer wie lange und wo bleiben darf oder nicht . . .

Pünktlich zur Büroöffnung standen wir alle auf der Matte. Mit der Info, das der Hafen voll ist, nahm der Marinero die Daten von Festina lente und Crew auf. Für eine knappe Woche war dann doch Platz, zwischen den Megayachten. Wir und eine französische 45 Fuß Yacht konnten uns den Platz einer Megayacht teilen. Sehr nett. Für den in der nächsten Woche erwarteten Starkwind ein geschütztes Plätzchen. . .

Ein Engländer hatte für ein halbes Jahr reserviert und auch eine Bestätigung per E-Mail bekommen und wartete dann tagelang auf einen Platz am Wartesteg. Pech hatte ein Kölner mit seinem 9m Boot. Er war vom Süden der Insel gegen Wind und Welle motort und wurde wegen Platzmangel wieder weg geschickt. Wir sahen ihn später in einem kleinen Nachbarhafen liegen, deutlich weniger geschützt.

Eingezwängt zwischen 20m Yachten liegt Festina lente gut geschützt . . .

Hafenblick mit Kolumbus‘ Anker im Vordergrund. . .

Nun können wir uns auf die Erkundung von Stadt und Land konzentrieren. . .

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s