Condor-Flug mit Hindernissen. . .

Verschiedene Ereignisse zu Hause verlangten unsere Anwesenheit dort. So buchten wir kurzentschlossen Heimflüge. Hinzu kam, dass Dörte die Penicillintabletten nicht vertrug.

Für 2 Wochen wurde der Liegeplatz bezahlt und auch sonst das Boot für die Abwesenheit vorbereitet.

Der Abflug war für 16.45 terminiert, so konnten wir in aller Ruhe packen und uns zeitig genug zum Flughafen fahren lassen. Bereits um 14.00 auf dem Flughafen, erfuhren wir in der Warteschlange, es gäbe Probleme mit dem Flugzeug. Eine der Damen ließ durchblicken, dass die Maschine in Hamburg noch gar nicht gestartet sei. Am Schalter hieß es, die Maschine hätte 3 Stunden Verspätung. Wir konnten das Gepäck abgeben und warteten der Dinge, die da kommen sollten.

Am Schalter hatte man uns Guthabenkarten über 5,- Euro/Person gegeben. Die waren in den folgenden Stunden schnell ausgegeben, nachdem wir eine Bar gefunden hatten, die die Karten auch annahm. Angesichts der Flughafenpreise reichte das knapp für ein Brötchen und nen Kaffee . .

Gegen 18.00 Uhr hatten wir offiziell immer noch keine belastbare Information. Die Anzeigetafel kündigte nach Stunden immerhin eine Flugverspätung an. Für uns war längst klar, bei 4 3/4 Stunden Flugzeit würde die Maschine ins Hamburger Nachtflugverbot hineinfliegen.

Bald waren wir schlauer: Birte hatte im Internet herausgefunden, dass der Flug erst am folgenden Tag um 9.15 starten sollte. Bis dieses Wissen sich auf dem Flughafen verbreitete, brauchte es noch eine weitere Stunde. Wir sollten das Gepäck wieder abholen und mit bereit gestellten Bussen in ein Hotel gebracht werden. Bei ca 250 Fluggästen verging doch einige Zeit, bis alle in den Bussen untergebracht waren und die Kolonne sich in Richtung Maspalomas in Bewegung setzte.

Wir freuen uns auf einen Kurz-Pauschalurlaub auf Kosten von Condor . . .

In Maspalomas erwartet uns ein 4-Sterne Hotel . . .

Nach einer 45 minütigen Fahrt kamen wir am Hotel an. Hotel Lopesan Costa Meloneras ist eine große Anlage mit 4 Sternen und gehobenen Preisniveau. Während der Wartezeit zum Einchecken hatten wir genügend Gelegenheit mit anderen Reisenden zu sprechen. Viele waren über Ostern für eine Woche geflogen und hatten schon auf dem Hinflug 12 Stunden Verspätung gehabt. Ein älteres Ehepaar erzählte, in den letzten 13 Jahren ihren Frühlingsurlaub in diesem Hotel verbracht zu haben. In diesem Jahr hatten sie sich wegen der gestiegenen Preise ein anderes Hotel ausgewählt und nun waren sie wieder hier . .

Immerhin hat man uns die Wartezeit mit einem Begrüßungssekt etwas erleichtert.

Die nette Dame sorgte für etwas Entspannung . . .

Wir bekamen ein schönes Doppelzimmer mit Blick auf die Hotel eigene Poolanlage. Den dahinter liegenden Strand konnten wir wegen einbrechender Dunkelheit nur erahnen.

So kann man seinen Traumurlaub auch verbringen, nichts für uns . . .

Zum Abendessen konnten wir an einem Büfett teilnehmen, das keine Wünsche offen ließ. Noch während des Büfetts bekamen wir die Info, die Busse würden am nächsten Morgen eine Stunde früher fahren, da das Flugzeug bereits um 8.15 starten solle. Das hieß 4.50 aufstehen, kurze Dusche, kurz zum Frühstücksbüfett und ab in den Bus. Hier gab es wieder Chaos. Das Personal von Condor war nicht in der Lage, die Leute in Gruppen einzuteilen entsprechend der Sitzplatzanzahl. So kam es, das Felix seine Tasche noch im letzten Moment im Kofferraum des ersten Busses unterbrachte, Dörte schon zu den nächsten Bussen eilte, wir uns aus den Augen verloren und deshalb getrennt zum Flughafen fuhren. Gut das es Handys gibt.

Bei der Rückfahrt erfuhr Felix dann von anderen Fahrgästen, das nicht alle soviel Glück mit ihrem Zimmer hatten. Bei der großen Anzahl von zusätzlichen Gästen hatte die Hotelleitung wohl die letzte Besenkammer frei gemacht . .

Die weiteren Abläufe waren im normalen Rahmen, bis es ins Flugzeug ging. Normalerweise lässt man die Fluggäste je nach Sitzplatz hinten oder vorn einsteigen. Hier ging alles durcheinander, von hinten nach vorn und umgekehrt. Welch eine Organisation ! !

Die Versorgung an Bord war für aktuelle Maßstäbe ungewöhnlich. Es wurden ein kleiner Snack und zweimal Getränke gereicht, sogar Alkohol war kostenlos dabei. Da wollte man etwas gut machen. Endlich fand der Flugkapitän Gelegenheit, die Probleme des Vortages zu erläutern: An der Maschine gab es Probleme mit der Hydraulik. Nach erfolgreicher Reparatur sind an den Flugzeugen umfangreiche Prüfroutinen vorgeschrieben. Dadurch ging soviel Zeit verloren, dass die Crew beim Rückflug ihre maximalen Dienststunden überschritten hätte.

So erreichten wir Hamburg mit 15 1/2 Stunden Verspätung.

In Norddeutschland wurden wir zunächst mit kühlen Temperaturen und später mit Nässe empfangen. Die mitgebrachte Tasche voll warmer Luft setzte sich erst in den nächsten Tagen durch, aber dann kam der Frühling auch in Kiel an . . .

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