Mit Düsenwind. . .

Am 29.04. konnten wir dann den Rückflug nach Las Palmas antreten. Völlig unerschrocken hatten wir wieder bei Condor gebucht. Diesmal lief alles plangemäß. Die Maschine startete pünktlich in Hamburg und wir hatten einen ruhigen Flug. Kurz vor der Landung wurde die Maschine sehr unruhig. Heftige Turbolenzen schüttelten das Flugzeug bis kurz vor dem Aufsetzen. Die Piloten setzten die Maschine dann aber samtweich auf der Landebahn auf, alles war gut.

Im Nachhinein wurde uns klar, dass diese Turbolenzen mit dem Düseneffekt zwischen den kanarischen Inseln zu tun haben. Dieser ist in diesem Bereich von Gran Canaria besonders ausgeprägt. Mehrere Windradfelder nutzen die starken Winde hier zur Stromerzeugung.

Wir waren jedenfalls froh, daß Condor mal wieder Geld mit uns verdient hatte . . .

Im Flughafen wurden wir bereits von Veronika und Renato erwartet. Veronika lebt schon seit über 10 Jahren auf Gran Canaria und ist hier bestens vernetzt. Sie nahmen uns mit ihrem PKW mit zur Marina. Das war ein guter Service, danke.

An Bord fanden wir alles ok vor. Beim Öffnen der Eingangsschotten strömte uns wieder der gewohnte Teakduft entgegen. Es fiel uns bald auf, dass die Temperaturen in den zurückliegenden Wochen um einige Grade nach oben geklettert waren. Sehr angenehm. Wir hatten nach einigen Tagen auch das Gefühl, öfter mal die Sonne zu sehen. So gab es wenigstens einen Grund, einen Sundowner zu genießen.

An Bord fand Dörte noch ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk. .

Bald hatten wir wieder die Vorräte aufgefüllt, die Fahrräder aufgebaut und es stellte sich die gewohnte Bordroutine wieder ein.

Beim Anliefern unseres Großeinkaufs im HiperDino hieß es mal wieder MANANA.

Der Lieferservice wollte die Sachen am Montagnachmittag bringen. Nach 19.00 Uhr war uns klar, die kommen nicht mehr. Nur, wer hat sich über unseren Einkauf gefreut?

Am nächsten Tag passierte nichts, der 1. Mai ist auch hier Feiertag. Mittwochvormittag standen die beiden Fahrer vor dem Schiff, die Sachen wurden ohne Kommentar vollständig geliefert, Pünktlichkeit wird einfach überbewertet. . .

Die späte Lieferung erreichte uns während Felix noch zum Duschen war . .

Mit der von zu Hause mitgebrachten Ölpumpe, konnte nun endlich auch der Motorölwechsel erledigt werden. Beim ersten Versuch hatte eine neu gekaufte elektrische Lidl-Ölpumpe kläglich versagt. Nachdem die technischen Daten im Kleingedruckten auch nichts Gutes erwarten ließen und wir den Kaufbeleg im Müll entsorgt hatten, wanderte die Pumpe auch in den Container . . .

Mit der Pela-Pumpe funktioniert der Ölwechsel ohne Schweinkram . . .

Wir hatten schon länger den Wunsch mal wieder richtig Tapas essen zu gehen. Schließlich sind wir ja hier in Spanien. Wir verabredeten uns mit Ute und Hartmut von der SY Pipoca für diesen Abend. Dörte hatte schon mit Internethilfe die besten Tapasrestaurants in Las Palmas heraus gesucht. Anhand der Bewertungen hatten wir dann 3 Restaurants ausgewählt.

Wir erreichten das erste Restaurant Allende Triana in der Altstadt. Nachdem wir die Getränke bestellt hatten, erfuhren wir, Tapas werden zur Zeit nicht angeboten.

So wechselten wir zum nächsten Restaurant Pecado Iberico. Während wir die Speisekarte studierten, ging draußen ein Regenschauer nieder. Wir waren uns einig, nicht nochmal wechseln zu wollen, auch wenn die angebotenen Speisen unsere Erwartungen nicht so richtig erfüllten. Zumindest war die Atmosphäre sehr urig.

Das Pecado Iberico, innen und außen ganz schön, nur das Essen enttäuschte . . .

Im Rückblick waren wir doch enttäuscht, kein Vergleich mit den Tapas in Rosario, Papageio oder Arrecife.

Für den 4.5. hatte der Wetterbericht einen handigen NNO Wind (6m/s) angesagt. Da es uns schon länger reizte mal wieder zu segeln, waren wir uns schnell einig. Alles wurde vorbereitet. Darüberhinaus erfuhren wir im Marinabüro, dass wir unser Boot an einen anderen Platz verholen sollten, denn es wären nun genügend kleinere Plätze frei.

Vorher wollten wir noch einen kleinen Segeltörn unternehmen.

Ein Teil der großen Stadt Las Palmas von der Seeseite . . .

So wurden um 10.00 Uhr die Leinen los geschmissen, außerhalb der Marina das Großsegel mit einem Reff hochgezogen und ab ging es auf südlichem Kurs durch das Feld der hier ankernden Bohrschiffe und Frachter. Bei mitlaufendem Strom und achterlichen Winden waren wir froh wieder unterwegs zu sein. Nach 15 sm kamen wir in die Nähe des Flughafens. Der Wind hatte inzwischen von 6 auf 8-10 m/s zugelegt. Dank Bullenstander (Sicherungsleine vom Grossbaum zur Mittelklampe um ein Umschlagen des Großsegels zu verhindern) war in den mitlaufenden brechenden Wellen alles safe. Die Wolkendecke riss immer weiter auf, blauer Himmel und Sonnenschein setzten sich immer mehr durch.

Nördlich dieses Gebirgszuges stauen sich die Wolken . .

Wenige Meilen weiter südlich, auf Höhe der Windradfelder, nahm der Wind bis auf 12 in Böen 15 m/s zu. Die Windbeschleunigungszone hatte uns voll im Griff. Äußerst konzentriertes Steuern war nun angesagt. Das Vorsegel hatten wir schon vorher weg gedreht.

Da waren die Fischzuchtanlagen, die auf dem Plotter nicht vermerkt waren und auf die wir direkt zu fuhren, nur noch ein kleines Bonbon extra. Großräumig betonnt hatte wenigstens das IPad sie in der Seekarte, wenn auch die Position nicht ganz stimmte. Nicht auszudenken, wenn man hier in der Dunkelheit gefahren wäre . .

Wir ändern den Kurs und umfahren die Fischzuchtanlagen . . .

So sah das Ganze auf dem IPad aus. Eine Anlage ist passiert, die Andere kommt noch . .

Einige Meilen weiter war der Spuk schlagartig vorbei. Die brechenden Wellen fielen wie auf Kommando in sich zusammen. Der Wind schlief fast ein. Wir hatten die Dünen von Maspalomas erreicht.

Die berühmten Dünen von Maspalomas kommen näher . . .

Es dauerte nicht lange, da setzte sich ein NW Wind durch. Schön warm und genau von vorn. Da unser Tagesziel nur noch kurz entfernt war, motorten wir die letzte Meile gegen den Wind.

Der Leuchtturm von Maspalomas, in der Mitte die Doppeltürme gehören zu unserer Lieblingsherberge Hotel Lopesan Costa Meloneras . .

In Pasito Blanco mussten wir zunächst an den Anlegesteg und die Formalitäten erledigen. Wir machten schließlich an einem Ponton fest mit dem Heck zu Wind und Sonne. So konnten wir die Wärme bei einem Gläschen kühlen Weißwein genießen. Wir waren froh, wieder einen neuen Hafen ersegelt zu haben . . .

Auf der letzten Meile nach Pasito Blanco. . .

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