Nicht nur Hafengeschichten. . .

Das Leben in Las Palmas hatte auch seine Ereignisse . In unserer Nachbarschaft lagen einige Boote die schon einige Zeit weiter wollten. An Backbord lag ein Norweger der schon seit Tagen sein Boot für den Einhandtörn nach Porto Santo vorbereitete. Dort wollte er das Boot an Land stellen und die Sommermonate in der Heimat verbringen. Eine seiner Arbeiten dafür war das Boot im Hafen umzudrehen, um das Beiboot in den Davits zu lagern. Diese Aktion sollte ohne Motoreinsatz nur von Hand passieren! Wir konnten ihm dabei kaum helfen und haben innerlich nur ungläubig mit dem Kopf geschüttelt. Mit Maschine wäre er in 10 Minuten fertig gewesen, so brauchte er mit Vorbereitung einige Stunden . . .

Unser norwegischer Einhand-Nachbar, bei diesem Manöver gebraucht man eigentlich viele Hände . . .

An Steuerbord hatten wir einige Tage eine große Amel mit deutschen Eignern liegen. Wir hatten die Alba Blu in diesem Frühjahr schon einige Male auf dem Wasser getroffen, nun hatten wir auch Gelegenheit mit Yvonne und Klaus ins Gespräch zu kommen. Die beiden sind schon viele Jahre unterwegs, haben unter Anderem das Mittelmeer und die Karibik bereist. So ergab sich viel Gesprächsstoff. Aktuell wollten sie Richtung Arrecife, um dann weiter zur Algarve zu segeln.

Vorher wollten wir nochmal gemeinsam so richtig nett essen gehen. Dazu wurde auch Reto, der Schweizer, der mit seiner NOWORRIES noch einen Platz weiter liegt, eingeladen. Auf dem Ponton trafen wir noch Michaela, die gerade den Verkauf ihres Bootes rückgängig gemacht hatte. Sie kam nach kurzer Vorbereitung auch mit. Klaus hatte das Gambrinus in Las Palmas ausgewählt. Es soll eins der besten Restaurants in Las Palmas sein und war gut besucht. Mit dem Essen waren wir alle gut zufrieden, wollten aber noch weiter.

Wir landeten nach kurzem Fußweg im Motown, einer Musikkneipe mit kubanischer Livemusik. Bei guter Stimmung gingen wir zu später Stunde zum Hafen zurück. Doch der Zugang war verschlossen (täglich von 24.00 bis 7.00). Einen großen Umweg wollten wir eigentlich nicht machen. So ließen wir uns einer nach dem/der Anderen an einer hohen Mauer ins Hafengelände abgleiten. .

Im Motown , bei Tanz und kubanischer Livemusik . .

Es heißt mal wieder Farewell zu sagen . .

Einen Kurztrip zum Baden in Maspalomas haben wir am 19.05. wetterbedingt umgeplant. Unterwegs trafen wir südlich des Flughafens viele Wolken an und schalteten sofort auf Plan B um, den Besuch einiger Küstenorte im Süden entlang der GC-500. Unterwegs hat man einige schöne Blicke auf relativ einsame Strände, die meist von Campern und Hundebesitzern besucht werden. In lockerer Atmosphäre fühlen sich auch Nudisten hier wohl.

Bei der Zementfabrik von Arguineguin sollte ein beliebtes Restaurant sein. Da hier auch eine Hafenanlage mit Ankermöglichkeiten sein sollte, wollten wir uns das mal von Land ansehen. Das Restaurant war übervoll. Im Eingangsbereich musste eine Nr. gezogen werden und dann durfte man warten. Mehr als 10 Personen warteten hier geduldig, nichts für uns. An Wochentagen ist es vielleicht ruhiger . .

Nicht weit weg liegt Anfi del Mar. Hier ist fast jeder m2 mit Hotelanlagen zugebaut. Wegen unseres etwas illegalen Parkplatzes haben wir nur einen kurzen Spaziergang in Richtung Hafen gemacht. Trotz Wochenende fanden wir es nicht überfüllt.

Im Hafenbereich von Anfi del Mar. .

Puerto Rico ist ein Ort der für seine überbordende Hotelbebauung bekannt ist. Auf künstlich angelegtem gelbem Sandstrand (aus der Sahara) liegen die Urlauber hier dicht an dicht. Wollten wir mal gesehen haben. .

Puerto Rico, wie geschaffen für Pauschaltouristen . .

Ebenso wie den Sonntags-Markt in Teror im Norden der Insel. Er war eine Mischung aus Bauernmarkt mit vielen Spezialitäten und Textilangeboten, abgerundet mit Musik und Tanz. Viele einheimische Besucher und nur wenige Touristen besuchten diesen an der Kirche aufgebauten Markt.

Einen Besuch in Tafira Alta einem der wohlhabenden Vororte von Las Palmas hatten wir auch noch auf dem Zettel. Hier hatten vor 30 Jahren Segelfreunde aus Kiel gewohnt und im nahen Colegio de Aleman als Lehrer gearbeitet. Der Besuch in der Francisco-Wood-Quintana mit ihren vielen Villen war interessant. Auch hier zeigte sich der Kontrast wie im ganzen Ort. Aufwendige, prachtvolle neue Anwesen neben Villen die auch schon bessere Zeiten gesehen hatten.

Der Vorort Tafira Alta hat eine tolle Lage, mit Aussicht auf Meer und Hochgebirge. . .

Ganz in der Nähe in Tafira Baja haben wir uns den Jardin Botanico angesehen. Angelegt an einem Steilhang, kann man hier eine Vielzahl von Palmen, Kakteen und viele der auf den Kanaren einheimischen Pflanzen auf 27 Hektar finden.

Im Jardin Botanico fanden wir die großen Eidechsen eigentlich viel interessanter . .

In Las Palmas trafen wir auch die SY Pipoca wieder. Ute und Hartmut hatten sich hier eine neue Maschine einbauen lassen. Da der Abschluss der Arbeiten sich immer wieder verzögerte, mussten die beiden ihre Abfahrt und die weiteren Pläne mehrfach aktualisieren. Immerhin fanden wir dadurch noch Gelegenheit zu einem netten Abend bei Ihnen an Bord, natürlich mit Vorführung des neuen Diesels.

Kaum war SY Alba Blu unterwegs, da legte am nächsten Tag HansPeter mit seiner Super Maramu TAMANGO 2 (noch ein Schweizer) neben uns an. Gekonnt steuerte er das 16m lange Schiff rückwärts in die Lücke. Wir freuten uns über das Wiedersehen, denn wir hatten ihn bereits bei unserer ersten Ankunft in LasPalmas kennen gelernt. Bald erfuhren wir von HansPeter das seine Yacht vor Anker liegend, in der Nähe von Puerto Mogan, von einem Motorboot angefahren worden und in Höhe der Scheuerleiste massiv beschädigt worden war. Da er selbst an Land war und auf die Entfernung keine Details erkennen konnte, wird er auf den Reparaturkosten teilweise sitzen bleiben, da das Motor-Boot abgefahren war.

Mit ihm und Reto gab‘s dann bei uns einen „Schweizer Abend“ , mit Fischsuppe. . .

Nachdem das Auto unbeschädigt wieder abgegeben worden war, waren wir noch einige Tage mit Reisevorbereitungen beschäftigt. Große Wäsche, Decksreinigung, Fahrräder verstauen usw. .

Für den 26.05. hatten wir den Rückflug nach Hamburg geplant. Vorher ließ HansPeter es sich nicht nehmen, uns noch bei sich an Bord zu „bekochen“ . Mit dem leckeren Essen wurde es ein kurzweiliger Abend, den wir etwas früher als sonst abbrechen mussten, denn der Wecker sollte am nächsten Morgen um 3.45 Uhr klingeln.

Hier kocht der Chef noch selber, danke HansPeter . .

Diesmal klappte der Rückflug gut und in Hamburg erwarteten uns Birte und Daniel und Sommerwetter .

Eigentlich fast besser als in LasPalmas.

Sommerwetter in Kiel-Schilksee . .

Wir machen nun etwas Arbeitsurlaub in heimischen Gefilden. Von Zeit zu Zeit werden wir kurz berichten. Ab August geht‘s dann weiter zu neuen Inseln . .

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