Zum höchsten Vulkan Europas. . .

Eines der besonderen Highlights von Teneriffa ist ein Besuch auf dem höchsten Vulkan Europas, dem Pico del Teide, mit 3718 m auch der höchste Berg Spaniens. Schon im Vorfeld hatten wir erfahren, dass für das letzte Stück zum Gipfel eine besondere Genehmigung erforderlich ist, die nur max. 200 Besuchern täglich erteilt wird. Ein Blick ins Internet www.reservasparquesnacionales.es zeigte uns, da sind 2 Monate Vorlauf nötig. Andererseits will man natürlich auch an einem Tag dorthin, wenn gute Sicht ist . . .

So hatten wir uns den Dienstag ausgewählt. Bei schönstem Wetter ging es über La Orotava und Aguamansa in den Naturpark Parque Natural de la Corona Forestal hinein. In dem weitläufigen Waldgebiet mit kanarischen Kiefern hat man immer mal wieder tolle Ausblicke auf den Teide oder die Gipfel von La Palma. Unterwegs sind wir am Mirador Rosa de la Piedra auf eine Steinrose getroffen, eine rosettenförmige Basaltformation.

Etwas abseits der Straße findet man diese rosettenförmige Felsformation . .

Im nicht weit entfernten Besucherzentrum bekommt man ausführliche Infos über Lavatypen, Vulkanismus und natürlich die Geschichte des Pico del Teide.

Am Besucherzentrum zum Park Nacional del Teide, leider sind viele Pflanzen schon verblüht . .

Der von bis zu 500 m hohen Felsen eingefasste Kraterrand der Las Canadas bildet einen ellipsenförmigen Kessel der mit einer Längsachse von 17 km und einer Querachse von 12 km zu den größten Kratern der Welt zählt. Man fährt mit dem Auto mitten durch unterschiedlichste Formen von Lavafeldern durch. Mitten drin steht der Pico del Teide, der nicht bei einem einzigen Ausbruch entstanden ist, sondern sich Schicht für Schicht bei wiederkehrenden Eruptionen aus einem Schlot aufbaute. Seit 500 Jahren wächst er nicht mehr nach oben sondern mit dem Pico Viejo am Westhang nach Westen. Der letzte Ausbruch war der Krater Montana Chahorra in 1798.

Die im Hintergrund sichtbare Bergkette ist Teil des riesigen Kraterrandes, beeindruckend . .

Unser Plan war, mit einer Seilbahn zum 3550 m hoch gelegenen Plateau La Rambleta zu fahren und die Aussicht zu genießen. Die 1200 m Höhenunterschied lässt man sich mit der Seilbahn zwar gut bezahlen, aber bei Temperaturen um 28 Grad war an einen Aufstieg nicht zu denken. Dazu waren wir auch weder trainiert, noch ausgerüstet. So fuhren wir zur Talstation, fanden einen Parkplatz, um dann festzustellen das keine Tickets mehr verkauft würden. Nur Besucher mit über Internet gebuchten Tickets konnten hochfahren. Auch diese Tickets waren für Tage ausgebucht!

Der höchste Punkt unseres Teide – Ausflugs: Die Talstation der Seilbahn . . .

Wir waren frustriert, hätten uns mehr vorbereiten müssen. Ärgern half nichts. So sind wir weiter durch das Kratergebiet von Las Canadas gefahren und haben uns an den sich auch dort bietenden Ausblicken erfreut.

Das Wahrzeichen des Teide-Nationalparks ist der Finger Gottes, einer der Roques de Garcia . .

Mutprobe am Roque de Garcia . . .

Die unterschiedlichsten Farben trifft man hier an . .

Etwas oberhalb von Vilaflor liegt der Aussichtspunkt Pino Gordo mit einer 45 m hohen Kiefer und über 9 m Stammumfang.

So eine mächtige Kiefer haben wir auch noch nicht gesehen. . .

Über Arona sind wir dann zur Südautobahn gefahren und zurück nach Santa Cruz. Mit 200 km zusätzlich auf dem Tacho waren wir abends rechtschaffend müde.

In den verbleibenden Tagen hatten wir noch weitere interessante Touren auf dem Zettel:

Am Mittwoch sind wir nochmal nach La Orotava gefahren. Es ist eine der ältesten Städte der Insel mit einer sehr gut erhaltenen Altstadt. Besonders beeindruckt haben uns die prächtigen Herrenhäuser und die Hauptkirche des Ortes, Nuestra Senora de la Conception, mit ihren 2 Türmen und der Kuppel, die das ganze Stadtbild überragen. Dank der Hanglage des Ortes hat man von vielen Stellen einen weiten Blick aufs Meer und das Tal von Orotava.

Die alles überragende Kuppel der Kirche Nuestra Senora de la Conception . . .

Eines der alten Herrenhäuser, das Casa de los Balcones . . .

In Icod de los Vinos fanden wir den Trubel um den 1000 jährigen Drachenbaum, der wahrscheinlich nur ca 400 Jahre alt ist, reichlich übertrieben. Da haben wir bald das Weite gesucht.

Knapp 400 Jahre dürfte dieser Drachenbaum sein . . .

Garachico war die einstmals wichtigste Hafen- und Handelsstadt Teneriffas. Bis in 1706 der blühende Ort durch einen Vulkanausbruch in Schutt und Asche gelegt wurde. Heute ist Garachico mit seinem in die erkaltete Lava gebauten Meerwasserbad ein Touristenmagnet, der auch uns mit seinem Flair anzog.

Garachico mit dem Castillo de San Miguel und dem Lavafelsenbad . .

Die immer wieder in die Lavagasse hineinlaufende Dünung sieht man auf dem Bild leider nicht . . .

Die letzte Tagestour sollte in den Westen Teneriffa’s gehen. Dort haben wir uns zunächst Adeje angesehen. Mit seiner mächtigen indischen Lorbeerallee, der Calle Grande und der zweischiffigen Kirche Santa Ursula aus dem 16. Jahrhundert hat Adeje sich etwas vom ursprünglichen Charakter bewahrt, trotz der nahen Touristenzentren.

Auf der TF-47 sind wir dann der Küstenstraße gefolgt in Richtung der Felswände von Los Gigantes. Diese fallen teilweise 500 m senkrecht bis ins Meer hinab.

Die Felswände von Los Gigantes . .

Von hier ging die Fahrt über Santiago del Teide und immer engeren Serpentinen bis nach Masca. Dieses malerische kleine Bergdorf wird jeden Tag von Touristen aus allen Teilen der Insel besucht. So tritt der Anbau von Obst, Gemüse und Wein auf den umliegenden Terassenfeldern immer mehr in den Hintergrund. Von hier aus kann man auch eine spektakuläre Wanderung durch die Masca-Schlucht beginnen, die wir uns für später vorgenommen haben . . .

Masca mit seiner berühmten Schlucht, im Hintergrund sieht man La Gomera . .

Weitere interessante Aussichtspunkte trafen wir auf der Strecke nach Buenavista del Norte. Von hier haben wir uns dann wieder zur Nordautobahn und zurück nach Santa Cruz vorgearbeitet.

Blick vom Mirador de Baracan ins Tal von El Palmar . . .

Jeden Tag unterwegs zu sein, fanden wir einigermaßen anstrengend, zumal Teneriffa auch deutlich größer als die anderen Kanareninseln ist. So waren wir froh, nach der Rückgabe des Autos, es wieder etwas langsamer angehen lassen zu können. . .

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