Santa Cruz hat auch seinen Charme . . .

Das Hafenleben in Santa Cruz haben wir eigentlich erst nach der Abgabe des Leihwagens kennen gelernt. Schon bald nach unserer Ankunft war uns ein Aluschiff mit Heimathafen Kiel aufgefallen. Dieses schien zunächst unbewohnt. Eines Morgens sahen wir jemand auf der SY Wahkeena herum wuseln. Es war Albert, ein alter Bekannter von vor 25 Jahren. Dörte hatte ihn bei einem ihrer Segelscheine im SVK in Kiel kennengelernt. Nach diversen Atlantikrunden hat er sich mit seiner Frau Margarete nun in Santa Cruz einen festen Hafen gesucht. Bei einem gemeinsamen Restaurantbesuch gab es viel zu erzählen, nicht nur aus alten Zeiten . .

SY Amaret mit Trevor und Ireen hatten wir schon vor einem halben Jahr in Arrecife das erste Mal getroffen. Trevor gab uns da gern mal etwas engl. Sprachunterstützung. Später haben wir uns dann aus den Augen verloren.

Am gleichen Ponton kamen wir bald mit Rosi und Otwin von der SY Enya ins Gespräch. Die beiden hatten Jahre lang das Mittelmeer unsicher gemacht und konnten entsprechend viel erzählen. Dazu hatten sie einige Geheimrezepte an Bord, bei deren Genuss man vorsichtig sein musste wegen der Spätfolgen. . .

Beide Besatzungen haben wir dann mal zu einem gemeinsamen Besuch bei uns an Bord eingeladen. Es wurde ein kurzweiliger Abend bei dem rheinische Fröhlichkeit auf trockenen englischen Humor traf und wir viel zu lachen hatten. Bei der Gelegenheit erfuhren wir dann auch, dass unsere englischen Gäste beide Lehrer waren. Hätte man sich eigentlich denken können. . .

In fröhlicher Runde mit Ireen, Trevor, Rosi und Otwin (v. lks)

Trevor arbeitete jeden Tag einige Punkte einer langen, nicht enden wollenden Liste am Boot ab. Dazu standen die beiden morgens zeitig auf und verschwanden abends bald nach acht unter Deck.

Mit unserem Tagesablauf lief das nicht so ganz synchron. Dafür waren wir auch abends länger aktiv.

In manchen Nächten schliefen wir nicht besonders gut, da die Armasfähre über Nacht die Hilfsdiesel laufen ließ. Der Lärm war erst vorbei, wenn die Fähre morgens früh den Hafen verließ. Da konnten wir dann noch eine Mütze voll Schlaf nachholen.

In Santa Cruz genossen wir den täglichen Sonnenschein und den warmen Wind dazu. Welch ein Kontrast zu LasPalmas, wo es bestenfalls mal am Nachmittag etwas Sonne durch die Wolkendecke gab.

Blick von der Grünen Brücke zum Fährhafen . .

Man erreichte die Innenstadt vom Hafen über die große grüne Brücke. Mit wenigen Schritten waren wir direkt am Plaza de Espana, der von einem 5000 m2 großen, flachen Meerwassersee dominiert wird, dessen Wasserspiegel mit den Gezeiten steigt und fällt. Der See ist umgeben von Grünanlagen mit kanarischer Flora und einigen Restaurants. Hier haben wir gern gesessen, auch wegen des günstigen Internetzugangs.

Der 5000 m2 große See am Plaza de Espana. . .

Millionen von Bruchstücken weißer Fliesen zieren das Auditorio de Tenerife. Das 2003 eröffnete Konzerthaus erinnert an eine Riesenwelle und ist für uns Segler ein guter Orientierungspunkt, denn gleich daneben ist die Hafeneinfahrt. Wegen der Sommerpause war ein Blick ins Innere oder der Besuch einer Veranstaltung leider nicht möglich.

Das Konzerthaus von Santa Cruz erinnert an eine Riesenwelle . . .

Hafeneinfahrt mit Steinmole und vielen verewigten Musikkünstlern . . .

Gleich neben dem Auditorio hat sich auch Herr Manrique verewigt. . .

Der Mercado Nuestra Senora de Africa „La Recova“ war häufiger Anlaufpunkt von Dörte. In der im arabischen Stil erbauten Markthalle kaufte sie frische Früchte, wie Bananen, Maracujas, Orangen, Papayas und Feigen. Kleine schwarze kanarische Kartoffeln, die Papa Negro (mit viel Meersalz gekocht unser Favorit), Avocados oder Tomaten fand sie hier nach manchmal längerem Anstehen. Felix hat sich die Wartezeit derweil gern mal mit einem Kaffee verkürzt.

Das Eingangsportal zur Markthalle Mercado Nuestra Senora de Africa . . .

Und Sonntags ging’s dann zu den Fischspezialitäten. . .

Zamburinas (Kammmuscheln) und Pulpo, galizische Art (Kraken), sehr lecker . . .

Eindrucksvoll fanden wir die die mächtigen indischen Lorbeerbäume am Plaza del Príncipe de Asturias. Ihr dichtes Laubwerk wurde von vielen Kanarienvögeln bewohnt.

Insgesamt gefiel uns die Stadt gut, viele kleine Parks, gepflegte Palmenalleen und sehr alte Lorbeerbäume immer wieder durchmischt mit rot blühenden Flammenbäumen. Wohlwissend bei weitem nicht alle Sehenswürdigkeiten gesehen zu haben, werden wir bestimmt noch mal wieder nach Santa Cruz zurück kommen.

Gepflegte Altstadtallee mit Palmen und Lorbeerbäume, im Hintergrund der Glockenturm der Iglesia de la Conception. . .

Da sich zum Wochenende 1./2.09.18 eine Windabschwächung ankündigte, wollten wir am Samstag in den Süden Teneriffas weiter segeln. Das Reisefieber hatte uns mal wieder gepackt. . .

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