Wandern oder segeln ? ?

Wir haben bei verschiedenen Wanderungen bald festgestellt, es ist ein großer Unterschied ob man zuerst bergauf oder bergab geht. Bergab kann auch anstrengend sein und belastend für die Gelenke. Aber so ins Schwitzen wie bei bergauf, sind wir bergab bisher nicht gekommen. Nun gibt es Wanderungen, da geht es zuerst relativ bequem zunächst bergab. Die Wanderung von Tijarafe zur Piratenbucht ist so eine. Sie wird als anstrengende Wanderung auf teilweise schmalen, steilen, steinigen Wegen beschrieben. Ca. 10,5 km lang, mit 663 m Höhenunterschied. Da wollte Dörte gern mal hin.

Aber die richtigen Piraten sind dort garantiert auf dem Seeweg hingekommen. So haben wir uns entschieden das Boot seefertig aufzuräumen und vorzubereiten.

Zu zweit waren wir nach 1 Stunde damit soweit fertig, dass wir auslaufen konnten. Wenn auch im Hafen kaum Wind zu spüren war, knapp hinter der großen Mole von Tazacorte füllten sich die Segel bald und wir konnten mit anfangs 3 kn hoch am Wind segeln. Mit zunehmendem Abstand von der Insel nahm sowohl der Wind , wie auch unsere Geschwindigkeit zu. Es war einfach super. Anfang Februar unter blauem Himmel in schöner Brise zu segeln. Segler was willst du mehr ? ?

Schönes Segeln auf dem Atlantik . . .

Die Küste um Tazacorte wird langsam übersichtlicher . . .

Nachdem wir ausreichend Abstand ersegelt hatten, fuhren wir eine Wende und segelten mit nordöstlichem Kurs in Richtung auf unser Tagesziel. Je mehr wir uns der Nordspitze La Palmas näherten, drehte der Wind von NW immer mehr auf N und wurde wieder schwächer. Kein Problem. Die warme Sonne im Rücken war sehr angenehm. Auf der letzten Meile vor der Piratenbucht musste schließlich der Diesel etwas nachhelfen.

So haben wir uns langsam der Piratenbucht genähert. Von See aus war sie zunächst nur schwer zu erkennen ( Wie sich das für eine richtige Piratenbucht gehört ).

Es ist eine gewaltige, eindrucksvolle Felsenbucht. Der riesige, etwa 50m hohe Felsüberhang, gleicht einem fantastischen natürlichen Konzertsaal. Da hinein sind etwa 2 Dutzend Hütten gebaut, die heute von Fischern und als Wochenendhütte genutzt werden. Die räumliche Tiefe dieser Bucht führt dazu, dass erst ab Mittag die Sonne hier hinein scheint.

Wir nähern uns der Piratenbucht ( 1. Vertiefung von rechts ) . . .

Von See konnten wir den Wanderweg zu dieser Bucht gut erkennen und 2 Wanderer, die noch einen mühsamen Aufstieg vor sich hatten . .

Die Häuser der Piratenbucht kurz bevor die Sonne sie erreicht . . .

Nachdem wir uns der Bucht, soweit möglich, genähert hatten, haben wir unseren Kurs wieder seewärts abgesteckt. Bald erreichten wir auch wieder segelbaren Wind mit SW- Kurs.

In einiger Entfernung sahen wir ein Touristenboot weit draußen auf der Suche nach Walen und Delfinen. Als wir kleinere Möwenansammlungen auf dem Wasser bemerkten, ging bei uns der Delfinalarm an. Es dauerte nicht lange, bis wir die ersten Delfine entdecken konnten. Mal sahen wir eine Flosse an Steuerbord, mal tauchten einige Delfine an Backbord auf. Zwischenzeitlich war das Touristenboot auch in unsere Nähe gekommen. Die Touristen und wir bekamen das volle Programm. Verschiedene Delfingruppen schwammen Kreuz und quer oder auch parallel zu unserem Kurs. Man konnte gar nicht überall seine Blicke haben. Einige Male glänzten die Delfine in der tief stehenden Sonne. Das hatten wir uns schon lange gewünscht.

Schließlich waren die Delfine und das Touriboot weg und wir konnten noch entspannt ein Stück segeln.

Wir hatten einen schönen Sonntag. . .


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