Segeln im kanarischen Sommer . . .

Wir hatten unseren letzten Bericht gerade online gestellt und ein kleines Nachmittagsbad genommen, da lief wieder eins der großen Angelboote in den Hafen ein. Schon von weitem konnte man erkennen, sie hatten einen großen Thunfisch gefangen. Natürlich wollten viele den Fang aus der Nähe sehen. Es war ein Großaugenthuna von 80-90 kg. Eine französische Crew fragte bald, ob sie ein Stück von dem Fisch abkaufen könnten. Mit der Erklärung, der Thun müsste wegen einer möglichen Wurmerkrankung zunächst für 24 Stunden in die Tiefkühltruhe, wurde der Wunsch abgewimmelt.

Einen Tag später hatten wir ein Problem. Die Crew der uns gegenüber liegenden Yacht hatte auch einen Großaugenthun gefangen und begann bald diesen auf dem Steg zu zerlegen. Große Stücke von tiefrotem Thunfischstreifen wurden verschenkt, auch an uns. Später bekamen wir noch ein zweites Stück, da wurde es Dörte zu viel. Wohin mit dem vielen Fleisch, ohne Tiefkühlmöglichkeit?

Bigeyetuna kurz vor dem Zerlegen . . .

Wir wollten die Thunsteaks genießen, aber ohne Wurmgefahr. Nach intensiver Recherche einigten wir uns auf höher und länger erhitzen. Trotzdem wurden noch einige leckere Abendessen daraus.

Die Augustplanung sah eigentlich die Weiterfahrt um den 15.08. nach La Palma vor. Unsere Wetter- und Windbeobachtung ließ für den überschaubaren Zeitraum nur am 8./9. August ein Wetterfenster erkennen. Alle Vorbereitungen wurden auf die Abfahrt am 9.08. konzentriert. So konnten wir nach Verabschiedung von unseren Nachbarn Antje und Holger von der SY Freya im ersten Tageslicht starten.

Einer von 2 Tagen mit nur grün/gelb . . .
Das Valle Gran Rey unter dicken Wolken . . .

Erwartungsgemäß fanden wir im Windschatten Gomeras keinen segelbaren Wind vor. Das änderte sich nach 3 Stunden allmählich. Nach einer weiteren halben Stunde gab es im Minutentakt reichlich Arbeit:

Groß von einfach gerefft auf 2fach gerefft, dann ganz weg. Das Vorsegel verkleinert, dann ging’s in 6 Bft und hohem Seegang gut voran. Der Automat steuerte zuverlässig, wir konnten wieder in den Relax-Modus wechseln. In der Mitte zwischen den Inseln nahmen Wind und Seegang etwas ab, wir konnten das 3 fach gereffte Groß hochziehen. Mit dieser zahmen Besegelung und mitlaufendem Strom liefen wir meist 8 kn über Grund.

Das Großsegel notdürftig zusammen gebunden . . .
Mit 3 fach gerefftem Groß gab es wieder Extra-Speed bis La Palma . . .

An der Südspitze La Palmas gab es dann wieder eine kurze Phase, wo wir uns fragten, segeln wir noch oder motoren wir lieber?

Unerwartet setzte sich nach 10 Minuten ein leichter SW/W-Wind durch. Mit allem Tuch gehisst segelten wir noch einige Stunden so richtig gemütlich die Küste nordwestwärts. Ein Genuss in flachem Wasser und bei angenehmen Temperaturen.

Gemütliches Segeln entlang der Bananeninsel . . .
. . . da kommt Freude auf ( Hier bei Puerto Naos )

Fast in der Hafeneinfahrt von Tazacorte bargen wir die Segel, bekamen über Funk unseren Liegeplatz zugewiesen und liefen ein.

Abends bereitete Dörte dann die letzte Portion Thunfisch zu, diesmal ein Curry. Ein schöner Segeltag ging mit einem leckeren Essen zu Ende . .

Nun genießen wir den Sommer in Tazacorte . .

Strandleben in Tazacorte . .
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