Tanz ins neue Jahrzehnt . .

Nach schönen Tagen mit Familie und Freunden sind wir kurz nach Weihnachten wieder zurück auf die Insel gereist. Das gab einen ordentlichen Temperatursprung: Morgens mussten in Hamburg bei leichtem Frost die Flügel der Maschine noch enteist werden und später stiegen wir auf La Palma bei 28 Grad aus. Es klappte diesmal alles perfekt, sogar die Viren der Mitreisenden konnten uns nichts anhaben.

Enteisung im ersten Sonnenlicht . .
Ein erster Blick auf La Palma . .

Wir genossen das schöne warme Wetter, neben den Dingen die nach so einer Pause immer wieder zu erledigen sind.

Der Jahreswechsel nahte mit Riesenschritten und damit die Silvesterparty in der Finca der Shuenga-Crew, Stefanie und Matthias. Die beiden hatten außer Stefanie’s Eltern auf ihrer Azorenrunde auch einige Segel-Crews zu diesem Fest eingeladen. Bei leckerem Büfett und reichhaltiger Getränkeauswahl ergaben sich viele kurzweilige Gespräche. Fast hätten wir Silvester verpasst, wenn die Gastgeberin nicht rechtzeitig die Sektgläser aufgefüllt hätte. Trotz Wechsel in ein neues Jahrzehnt gab es nichts zu knallen. Das neue Jahr wurde mit Wunderkerzen begrüßt. Auch in der weiteren Umgebung wurde, wie auf der Insel üblich, auf Privatfeuerwerk weitgehend verzichtet. Das tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch. Bei passender Musik wurde das Tanzbein geschwungen und so ins neue Jahrzehnt getanzt.

Gute Stimmung überall . .

Auch der Hausherr war erleuchtet . .

Wir hatten bereits am Tag zuvor mit Sybille und Wolfgang von der SY Samji für die Rückfahrt ein Taxi bestellt. Dieses kam superpünktlich und brachte uns auf abenteuerlich steilen Wegen bis zur Hauptstraße und weiter bis zum Hafen. Die erwartete Fahrpreis-Überraschung blieb allerdings aus. Der Fahrer nahm mit 21,- Euro einen sehr fairen Preis, den wir gern mit einem ordentlichen Trinkgeld aufgestockt haben.

Für den 1.01. hatten wir uns zu einer kleinen Wanderung verabredet, um das zurück gelassene Auto wieder zurück zu holen. Mit Wolfgang hatten wir einen Wanderführer dabei, der die Strecke vom Mirador El Time bis zur Finca bereits kannte. Von diesem, für uns neuen Höhenweg, ergaben sich wieder interessante Ausblicke ins Ariadnetal. In der Finca wurden wir herzlich empfangen und mit Nachdurst löschenden Getränken versorgt. So konnten wir den Ausblick auch bei Sonnenschein genießen. . .

Traumhafte Weitsicht am ersten Tag des Jahres . .

Am 2.01. hatte dann Wolfgang von der SY MonAmour Geburtstag. Zusammen mit den Crews von der SY Samji und der SY Aplysia waren wir eingeladen. Die Runde traf sich in der Cafeteria Adrinere und später an Bord und feierte das Geburtstagskind . . .

Der Geburtstags-Wolfgang, 3. v. lks, war wie immer gut drauf . .

Für den nächsten Tag stand die Rückgabe des Leihwagens auf dem Programm. Tanken mussten wir nicht mehr, denn wir hatten den Wagen mit fast leerem Tank übernommen. Nach kurzer Busfahrt Richtung Santa Cruz haben wir uns die Stadt abseits der Touristenwege vorgenommen. Erstes Ziel war die Markthalle. Diese war aber eher klein. Kein Vergleich mit unseren Highlights in Santa Cruz de Tenerife oder Funchal/Madeira. Schräg gegenüber haben wir uns in einer Cafeteria erstmal gestärkt. Hier waren überwiegend Spanier zu Gast, also die Preise zivil.

Auf dem Weg zu einem weiteren Tagesziel besuchten wir noch eine Ausstellung mit afrikanischen Skulpturen im Rathaus. Die Vielfalt der Figuren und Masken aus den unterschiedlichsten afrikanischen Ländern beeindruckte nicht nur uns.

Ein kleiner Ausschnitt der afrikanischen Skulpturenausstellung . .

Das Inselmuseum auf La Palma ist in einem ehemaligem Franziskanerkloster am Plaza San Francisco untergebracht. Es werden verschiedene Ausstellungen über die Naturgeschichte, das Leben der Inselbewohner und die Kunstgeschichte mittels vieler Gemälde unterschiedlichster Kunstrichtungen gezeigt. Besonders interessiert haben uns die Sonderausstellungen über Manrique, der uns schon auf Lanzarote begeistert hat, sowie die Informationen über die Windmühlen auf La Palma.

Manrique‘s einziges Werk auf La Palma soll die Unendlichkeit der Welt darstellen . .

Mit verschiedenen Busverbindungen, in Verbindung mit Besuchen bei Hyperdino und Lidl, erreichten wir den Hafen von Puerto Tazacorte.

Nach so viel Aktion haben wir es etwas ruhiger angehen lassen. Mal baden am Strand oder ein kleiner Segeltörn zur Überprüfung aller Instrumente (nach fast eintägiger Vorbereitung des Bootes). Eigentlich war alles ok, bis auf die Batterien. Da kommt eine Baustelle auf uns zu.

Dem Bananenmuseum in Tazacorte haben wir inzwischen auch einen Besuch abgestattet. Es ist schon interessant, etwas mehr über dieses für die Insel so wichtige Produkt zu wissen. Nach 1 1/2 Stunden waren wir von der Fülle an Informationen so abgespannt, dass wir im nahen Bistro Marmota eine kleine Erfrischung brauchten. Nach dem Sonnenuntergang wurde es dann schnell so frisch, dass wir uns eilig auf den Rückweg machten.

Im Hafen liegen in dieser Zeit immer wieder Boote, die auf großen Törn gehen wollen. Da wird tagelang alles gecheckt, manches umgebaut oder repariert. Segel werden gehisst und die Bäume für die kommenden Vorwindkurse montiert. Einige müssen auch noch mal auf den Hardstand um Dichtungen oder Lager austauschen zu lassen oder das Antifouling zu erneuern.

Nach einigen Tagen Verproviantierung sind sie dann meist startbereit und entschwinden dann bald in die Ferne. . .

Schöne Abendstimmung bei Clapton‘s Cocaine Song . . .

Wir widmen uns jetzt erstmal wieder mehr der Insel. Mehr dazu im nächsten Blogbeitrag. . .

Eins der typischen Motive von Puerto Tazacorte . . .

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