In Santa Cruz de Tenerife, ausgebremst . .

Der Aufenthalt in Santa Cruz de Tenerife begann mit unerwartetem Besuch. Wir hatten im Hafen knapp festgemacht, da klingelte unser Telefon. Martina und Jens von der SY Maje (alte Bekannte aus Tazacorte) hatten uns über AIS entdeckt und gleich angerufen. Selber haben sie für längere Zeit einen Liegeplatz in einem kleinen Privathafen südlich von Santa Cruz ergattert. Da sie gern mal in die große Stadt fahren, bot sich ein Treff zu einem Kaffee an. Wir waren so kurz nach der Ankunft mit dem Aufklarieren des Bootes noch nicht fertig, so gab es den Kaffee bei uns an Bord. Es wurden kurzweilige Gespräche, wir hatten uns über ein Jahr nicht mehr gesehen und jeder hatte viel erlebt. Der Nachmittag endete mit einem gemeinsamen Pizzaessen am Abend in der Stadt, bevor die beiden mit dem Bus wieder zurück fahren mussten.

Bei einem kleinen Stadtrundgang an der Iglesia de San Francisco . .
Bisher war sie immer verschlossen, doch diesmal gab es eine Hochzeitsfeier. . .


Die übliche Deckswäsche fand danach einen Tag später statt, bevor am Freitag der Termin mit dem Rigger Danilo anstand. Zusammen mit seinem Helfer wurde jeder cm des stehenden Gutes ( Die Drähte die den Mast halten) untersucht und dokumentiert. Natürlich wurde dazu auch der Helfer den Mast hochgezogen, von wo er sich langsam wieder abfieren ließ. Hinterher wurden die Bilder gemeinsam angesehen und erfreulicherweise keine gravierenden Mängel festgestellt. Bis auf den unteren Draht vom Achterstag, wo eine Pressung einige unklare Riefen hatte. Wir sind der Empfehlung gefolgt und haben dieses Teil erneuern lassen.

Es gibt immer mal was zu tun, der Skipper sucht einen Fehler am Warmwasserthermostat . .
Danilo und Felix kurbeln den 2. Rigger den Mast hoch . . .
Hier wird die Detailarbeit gemacht . . .


Für Sonntagvormittag hatten wir uns mit René Hertel und seiner Frau Juanita im Markt verabredet. Er ist TO-Stützpunktleiter in Santa Cruz und war uns im letzten Jahr bei der Beschaffung der neuen Batterien sehr behilflich. So trafen wir uns bei Nicomedes in der Markthalle, genossen einige der maritimen Leckereien dort und einige Gläschen Cava. Die Markthalle war gut gefüllt, fast wie vor Corona, nur die Preise bei Nicomedes hatten kräftig angezogen.

Das imposante Eingangsportal des Marktes . .
Die Auslage von Nicomedes und wir an der Bar dahinter . .
René mit seiner sympathischen Frau Juanita . .


Nachmittags sind wir mit dem Bus nach San Andres mit seinem Strand Las Teresitas gefahren. Der künstlich mit gelbem Saharasand angelegte Strand war bei dem schönen Wetter ( ca 28 Grad ) gut besucht. Das 19 Grad warme Wasser brachte beim Schwimmen eine angenehme Abkühlung.

Las Teresitas, immer wieder schön . .

Am späten Nachmittag sind wir dann wieder zurück gefahren. Auf der Busfahrt musste Felix zum ersten Mal niesen . . .
Am nächsten Tag hatte sich das Ganze zu einer richtigen Erkältung mit laufender Nase, Husten und Schluckbeschwerden ausgeweitet. Dörte war noch fit und sollte es auch bleiben. Daher zog Felix nach achtern um . .
Montag und Dienstag waren auf den Kanaren Feiertage, wo viele Geschäfte geschlossen blieben. Felix fühlte sich schlapp und verbrachte den Tag mit lesen und schlafen. Dörte sorgte für die Verpflegung und verwöhnte ihn kulinarisch.
Am Mittwoch kam dann die Überraschung: Felix machte einen Antigentest und der war mächtig positiv. Donnerstag hatte Felix bereits das Schlimmste überwunden, nachmittags ging es Dörte dann schlechter. Kopfschmerzen, Übelkeit und Gliederschmerzen waren die Hauptsymptome und der Test positiv.

So verging eine lange Woche, in der wir uns von allen und allem fern hielten. Montag fühlten wir uns beide endlich wieder fitter. Da SY Annamera sich zu einem Besuch in Santa Cruz de Tenerife angesagt hatte, haben wir uns Dienstag dann frei getestet.

Alles war überstanden. Blieb nur die Frage, wo wir uns infiziert hatten? Nachdem auf den Kanaren alle Corona-Beschränkungen aufgehoben waren, wenig getestet wurde( nur über 60jährige ) und man ohne Symptome weiter arbeiten musste, hatten wir nur eine Erklärung. Es könnte bei einem Restaurantbesuch passiert sein. . .

Am Plaza de Espania . . .
Idyllische Abendstimmung an Bord . .

Anett und Peter sahen wir abends nur kurz und auf Distanz. Die beiden wollten am nächsten Tag ein Wetterfenster nutzen und nach Lanzarote weiter segeln.
Genau das wollten wir auch! So sind wir morgens noch einige Vorräte einkaufen gegangen und haben dann gegen 13 Uhr den Hafen verlassen . . .

Abschied von Santa Cruz de Tenerife und seinem berühmten Auditorium . .

4 Gedanken zu “In Santa Cruz de Tenerife, ausgebremst . .

  1. Wünschen Euch weiterhin gute Gesundheit nachdem ihr alles überstanden habt. Wir gehen am 14.06. für 9 Wochen auf große Tour. Mal wieder neue Bundesländer.
    Gruss Karin u Ingo

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  2. Hallo Dörte, hallo Felix, danke für Euren schönen Reisebericht. Von 19 Grad Wasser sind wir mit erst 12 noch weit entfernt, aber nachdem unsere neuen Segel und die Kuchenbude geliefert sind, geht es jetzt ab in die Dänische Südsee. Gruß Brita und Klaus-Ferdinand

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