Sushi essen auf La Palma, geht das?

In der ersten Februarhälfte begann das unbeschwerte Bootsleben sich langsam für uns auf den 9.02. zu fokussieren. Wir wollten mal wieder heimwärts.
Wenn wir gedanklich jeden Tag auch etwas mehr mit den Vorbereitungen beschäftigt waren, so gab es doch einige besondere Aktivitäten.
Z.B. der Besuch bei unseren Schweizer Bootsnachbarn Regula und Thomas auf ihrem neuerworbenen Landsitz in La Punta. Die beiden haben praktisch jeden Tag dort gearbeitet, Handwerker betreut und auch dank der Hilfe von Schweizer Freunden, jeden Tag etwas geschafft.
Stolz haben sie uns überall herumgeführt und wir waren beeindruckt. So hat diese Immobilie für ihre Segelreise zu einer kleinen Unterbrechung geführt . .
In dieser Zeit kam auch Besuch aus Kiel nach Tazacorte. Naja nicht so direkt. Aber Michaela und Thomas segeln mit ihrer SY PANTA RHEI unter dem SCB-Stander seit einigen Jahren von Las Palmas aus zu den verschiedenen Kanareninseln. Die untypische Wetterlage ermöglichte es den beiden mal wieder mit bequemen Winden bis nach Tazacorte zu kommen.
Die Calima-Wetterlage in diesen Tagen, in dieser Häufigkeit eher selten, hielt uns von größeren Wanderungen ab, es gab aber auch genug zu tun. Beispielsweise den defekten Windmesser am Masttop abbauen.
Eigentlich waren wir dafür bestens ausgerüstet: Ein Bootsmannsstuhl und ein Klettergeschirr als Notfallausrüstung. Für diese Aufgabe musste Felix ganz bis in den Masttop gezogen werden, damit er an die Kabelverbindung und die Halterung des Windmessers herankam. Bisher war er auf der Faurby noch nie so hoch aufgeentert. Im Zuge der Vorbereitungen fiel Felix auf, das der Bootsmannsstuhl mit seinem Abstand von der Sitzfläche zur Aufhängeöse von 80 cm etwas für Sitzriesen war. Dieses Qualitätsprodukt, vor einigen Jahren bei einem Test der Zeitschrift Yacht zum Testsieger gekürt, war für normal wüchsige Segler einfach für Arbeiten im Masttop nicht zu gebrauchen. So haben wir uns von unserem Nachbarn Holger, SY Aplysia, ein deutlich geeigneteres Produkt (Abstand 54 cm) geliehen und damit den Job erledigen können. Geblieben ist die Frage was solche Tests von Fachzeitschriften eigentlich wert sind . .??

Bootsmannsstuhl in der Sitzriesenausführung . .


Ein richtiges Highlight sollte die Einladung auf die Finca Pura Vida bei Stefanie und Matthias werden. Zusammen mit Sybille und Wolfgang von der SY Samji, sind wir zur Finca hochgefahren. Der Plan war, dass Sibylle und Dörte in die Kunst des Sushirollens eintauchen sollten. Stefanie, die perfekte Lehrfrau, hatte alle Zutaten, wie in der Kochschule, vorbereitet. Das Rollen und Schneiden, ob Maki oder In and Out, gelang unter Stefanies Adleraugen, notfalls mit einem beherztem Eingreifen. Das Garnieren machte die Sache rund und Sybille und Dörte waren mit ihren neuerworbenen Kenntnissen sehr zufrieden.

Da hilft nur üben, üben, üben . . .


Die Männer planten in der Zwischenzeit eine kleine Wanderung. So haben Matthias, Wolfgang und Felix die Finca bald verlassen, um noch genügend Zeit zu haben.
Mit Matthias fuhren sie dann ein Stück zum Wanderweg LP 71, sind dann von dort 500 Höhenmeter aufgestiegen, bis sie am Hoya Grande den LP 131 erreicht haben, der vom Roque de los Muchachos über den Torre del Time bis nach Tazacorte hinunter führt.

Bei dieser Wanderung war schnell klar, wer auf wen warten musste. . .
Der Aufstieg war bald geschafft , der LR 131 ging für uns bergab . .
Getrübter Calima-Blick auf El Paso und Los Llanos. . .

Soweit sind sie natürlich nicht gelaufen, sonst hätten sie von den Leckereien nichts mehr abbekommen. Kurz vor dem Torre sind sie abgebogen und zurück zum Auto gelaufen. In der Finca kamen sie rechtzeitig an, um das Abendessen gemeinsam genießen zu können.
So viel leckerer Fisch und alles wunderbar zubereitet, daran werden wir uns alle gern zurück erinnern.

Das Ergebnis von einigen Stunden Arbeit/Schulung . .
Das Sashimi hat Matthias für uns geschnitten. . .
So vorbereitet, stand einem tollen Essen nichts mehr Wege . .


Wir bedanken uns bei Stefanie und Matthias für dieses tolle Event . . .

Danach lief das normale Programm ab. Große Wäsche, Technik an und unter Deck fertig machen, Abdeckungen vorbereiten und anbauen. Große Reinigung unter Deck und zwischendurch mal schwimmen gehen, denn darauf würden wir einige Zeit verzichten müssen.
Am Tage der Abreise gab es noch einen Geburtstag zwischendurch, bis wir uns am Nachmittag von allen verabschiedet und das Boot verlassen haben.

Für einen kurzen Geburtstagsplausch, Thomas beim Auspacken eines kleinen Präsents, war noch Zeit . . .
Ein vorerst letzter Plausch mit der Aplysia-Crew . . .

Damit gingen schöne Wochen für uns zu Ende, am Steg war eine nette Gemeinschaft gewachsen.
Nach einer Zwischenübernachtung in Los Cancajos, auf der Ostseite der Insel, sind wir in aller Frühe zum Flughafen geeilt, um den Inselhopper nach Gran Canaria nicht zu verpassen. Beim Aussteigen fiel uns das disziplinierte Verhalten der überwiegend spanischen Fluggäste auf. Nach 5 stündigem Aufenthalt konnten wir die Condormaschine so rechtzeitig besteigen, das einem pünktlichen Start nichts mehr im Wege stehen sollte. Bis man kurz vor Schluss einen Passagier vermisste. Dieser war wahrscheinlich noch am Gate zusammen gebrochen, sodass sein Gepäck noch aus der Maschine geholt werden musste. Mit fast 1 stündiger Verspätung konnten wir dann endlich starten.
Dank der vielen Tiefdruckgebiete über Europa, konnte die Crew die Verspätung größtenteils wieder aufholen. . .


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